“Don’t save Private Ryan”
Wang Yuan, Fernsehstar und Chinas bekanntester Go-Experte, über traditionelle Listen, virtuelle Schlachten und strategisches Schwarz-Weiß-Denken.
Frage: Herr Wang, Sie sind in China ein Star, weil Sie im chinesischen Fernsehen regelmäßig vor einem Go-Brett über weiße und schwarze Steine sprechen. Warum schauen die Leute sich das an?
Wang Yuan: Weil es nicht um Spielsteine geht, sondern um eine höchst dramatische Handlung…
Beruf: Ausländer
Mit blonden Haaren, blauen Augen und langen Nasen kann man im Reich der Mitte viel Geld verdienen – als Projektionsfläche für den chinesischen Traum.
Als Jimmy Hartvigson anfing, Socken-Li mit seiner Konkubine zu betrügen, verlor er seinen Job. „Schade, eigentlich“, findet der 26-jährige Schwede und knipst sein Laufsteg-Lächeln an. „Ich habe da richtig viel Geld verdient.“ Als Sänger im fünften Stock eines Nachtklubs war er die Halbwelt-Attraktion der südchinesischen Stadt Wenzhou. Für 5500 Euro im Monat plus Spesen gab der talentierte Beau den lokalen Geschäftsleuten das Gefühl, ihre Frauen nicht in einem provinziellen Puff, sondern in einem hippen New-Yorker-Szene-Etablissement zu betrügen.