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Dalai Lama: Tibeter leben in der Hölle

Zum 50. Jubiläum des Lhasaaufstands wirft der Dalai Lama China vor, den Tibetern das Leben zur „Hölle auf Erden“ gemacht zu haben. Peking bezeichnet das als „Lüge“.

50 Jahre nach dem Aufstand zehntausender Tibeter gegen die chinesische Obrigkeit haben der Dalai Lama und Chinas Regierung einander schwere Vorwürfe gemacht. Das buddhistische Religionsoberhaupt hielt Peking in einer ungewöhnlich scharfen Worten vor, das Leben der Tibeter zur „Hölle auf Erden“ gemacht zu haben…

Bernhard Bartsch | 11. März 2009 um 00:59 Uhr

 

Endspiel in Tibet

Am 10. März 1959 erhob sich Tibet gegen die chinesischen Besatzer. 50 Jahre später ist die kulturelle Eigenständigkeit der Einheimischen mehr denn je bedroht.

TibetDas kleine Wäldchen auf der Bergkuppe sieht nicht nach einem Schlachtfeld aus. “Aber manchmal haben wir hier richtige Gefechte”, erzählt ein Bauer aus dem Dorf im Tal, in dem seine Familie dem widerspenstigen Hochland mit Yak- und Schafzucht seit Generationen ein karges Auskommen abringt. “Wenn einer von uns Tibetern zum Holzschlagen geht, greifen die Muslime ihn an”, erklärt er, “und wenn einer von denen Bäume fällt, lassen wir uns das natürlich nicht gefallen.”

Bernhard Bartsch | 09. März 2009 um 06:13 Uhr

 

Schlechtes Karma

Vor den Jahrestagen der Tibeteraufstände von 1959 und 2008 versuchen Chinas Sicherheitskräfte neue Unruhen zu verhindern. Doch ihre rabiaten Maßnahmen schüren den Unmut nur weiter.

Kloster_RebkongIn der tibetischen Klosterstadt Rebkong macht Chinas Volksbefreiungsarmee aus ihrer Präsenz kein Geheimnis. Truppen marschieren in Camouflage-Uniform die Hauptstraße entlang und absolvieren auf öffentlichen Parkplätzen Drillübungen. Das offene Kasernentor gibt den Blick frei auf gepanzerte Einsatzwagen. Mehrere Hotels seien mit Soldaten gefüllt, berichtet ein Stadtbewohner hinter vorgehaltener Hand, darunter auch das einzige, das bis vor kurzem noch ausländische Touristen beherbergen durfte. Der Strom der Pilger, der auf dem Rundweg um das Heiligtum die Gebetsmühlen anschiebt, sei dünner als früher…

Bernhard Bartsch | 01. März 2009 um 05:09 Uhr

 

China beschließt Anti-Dalai-Lama-Feiertag

Neue Propagandakampagne in Tibet: Peking erklärt die Flucht des Dalai Lama zum Feiertag der „Befreiung von der Sklaverei“.

Chinas Kommunistische Partei startet einen neuen Anlauf, um ihre Herrschaft in Tibet ideologisch zu zementieren: Der 28. März soll künftig als „Tag der Befreiung von der Sklaverei“ gefeiert werden. Der Gedenktag wurde am Montag von Tibets Volkskongress, dem sozialistischen Scheinparlament der nominell Autonomen Region, einstimmig beschlossen. Seine Einführung ist ein unverhohlener Angriff auf die Autorität des Dalai Lama, den viele Tibeter noch immer als Religionsoberhaupt verehren.

Bernhard Bartsch | 19. Januar 2009 um 17:36 Uhr