Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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„Chinesen sind es gewohnt, die besten zu sein“

Der Pekinger Regierungsberater Yan Xuetong über die chinesisch-amerikanische Rivalität, konfuzianische Außenpolitik und Chinas Supermachtstatus.

Bernhard Bartsch: Professor Yan, trotz des gespannten Verhältnisses zwischen China und den USA reist Präsident Hu Jintao zum Atomsicherheitsgipfel nach Washington. Hat Peking dem amerikanischen Druck nachgegeben?

Yan Xuetong: Nein, die Initiative kam aus dem Weißen Haus. Obama hat kürzlich auf eigene Anregung ausführlich mit dem neuen chinesischen Botschafter getroffen. Auf dieses Gespräch hat China sehr positiv reagiert…

Bernhard Bartsch | 09. April 2010 um 03:14 Uhr

 

Ein bisschen Frieden

Der Militärhaushalt steigt um 7,5 Prozent – deutlich weniger als in den Vorjahren.

China versucht internationale Ängste gegenüber seiner militärischen Aufrüstung zu zerstreuen: Das Budget der Volksbefreiungsarmee soll im laufenden Jahr nur um 7,5 Prozent steigen, halb so viel wie im vergangenen Jahr. „China ist dem Frieden verpflichtet“, erklärte Volkskongress-Sprecher und Exaußenminister Li Zhaoxing. „Der einzige Grund für Chinas militärische Stärke ist die Sicherung von Chinas Souveränität und territorialer Einheit.“…

Bernhard Bartsch | 04. März 2010 um 15:16 Uhr

 

Taiwans Katrina

Die langsame Reaktion auf den verheerenden Taifun Morakot beschädigt das Image von Präsident Ma Ying-jeou und das Vertrauen in das Militär.

Eigentlich ist Ma Ying-jeou ein Mann, der sich auf seine Mimik verlassen kann. In 25 Jahren Politikerkarriere hat Taiwans Präsident sich angewöhnt, sein Mienenspiel weitgehend auf zwei Gesichtsausdrücke zu beschränken, die ihm beide ausgezeichnet stehen und zwischen denen er bei öffentlichen Auftritten alle paar Sekunden hin und her springt: einen kantigen Macherblick und ein entwaffnendes Lachen. Doch nun passt plötzlich keiner davon…

Bernhard Bartsch | 20. August 2009 um 07:13 Uhr

 

China provoziert US-Marine – oder umgekehrt?

Peking und Washington streiten über Marinekonfrontation auf hoher See. Der Konflikt ist ein Testfall für die Beziehung der Großmächte.

Ein Zwischenfall im Südchinesischen Meer hat zu einem scharfen diplomatischen Schlagabtausch zwischen Peking und Washington geführt. Nachdem sich am Sonntag fünf chinesische Schiffe bis auf acht Meter einem Aufklärer der US-Marine näherten, warfen beide Seiten sich gegenseitig militärische Provokationen vor….

Bernhard Bartsch | 11. März 2009 um 00:55 Uhr

 

Beziehungen bekommen Schlagseite

Der Tod von acht Seeleuten eines chinesischen Frachters bei einer Verfolgungsjagd im Pazifik hat zu einer schweren Verstimmung zwischen China und Russland geführt.

Wenn in China ein Sack Reis umfällt, kümmert das bekanntlich niemanden, aber wenn ein ganzer Reisfrachter Schlagseite bekommt, wird daraus eine Staatsaffäre. Peking verlangt von Moskau Aufklärung darüber, warum die russische Marine ein chinesisches Handelsschiff versenkte und sich danach offenbar wenig Mühe bei der Suche nach Überlebenden gab…

Bernhard Bartsch | 21. Februar 2009 um 07:49 Uhr

 

Erklären, beruhigen – notfalls bekämpfen

In China haben 20 Millionen Wanderarbeiter ihre Jobs verloren. Die Regierung bereitet sich auf Unruhen vor.

Krise ist, wenn an Chinas Bahnhöfen nach den Neujahrsferien kein Chaos herrscht. Als sich vor zwei Wochen 240 Millionen Chinesen auf den Weg in ihre Heimat machten, befand sich das Transport systems am Rande des Zusammenbruchs. Zum Ende der Frühlingsferien geht es deutlich entspannter zu. Der Grund: Millionen Wanderarbeiter haben keinen Arbeitsplatz mehr…

Bernhard Bartsch | 03. Februar 2009 um 01:43 Uhr

 

Nordkorea macht die Grenze dicht

Am 1. Dezember will Nordkorea seine Grenze zu Südkorea zu schließen. Das Regime droht zudem mit einem vollständigen Abbruch aller Beziehungen zum südlichen Nachbarn.

Nordkorea lässt den Konflikt mit Südkorea weiter eskalieren: Auf Anfang Dezember hin will der erzkommunistische Staat die Grenze zu seinem Nachbarland vollständig schliessen. Pjöngjangs amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete gestern, Nordkoreas Regierung reagiere damit auf eine «feindselige Politik» und «Lippenbekenntnisse» des Nachbarn im Süden.

Bernhard Bartsch | 13. November 2008 um 03:51 Uhr

 

Womöglich tot, aber kein bisschen leise

Nordkorea versucht Gerüchte über Kim Jong Ils Gesundheitszustand zu zerstreuen – mit Provokationen und Drohungen, wie man sie von dem Diktator kennt.

Nordkoreas Diktator Kim Jong Il gilt als krank, vielleicht ist er schon tot. Doch der Politik seines Landes nach zu urteilen, könnte der „Geliebte Führer“ auch noch ganz der alte sein. Seit Wochen macht Pjöngjang mit Warnungen gegen Südkorea auf sich aufmerksam – als wolle Nordkoreas Führung beweisen, dass sich an ihrer Politik nichts geändert habe.

Bernhard Bartsch | 29. Oktober 2008 um 04:16 Uhr