George Washington soll Kim Jong-un einschüchtern
Nach dem Angriff aus dem Norden unterstützen die USA ihren Verbündeten im Süden und verlegen einen Flugzeugträger ins Gelbe Meer.
Ein südkoreanisches Manöver war der Anlass für das tödliche Feuergefecht an der innerkoreanischen Grenze – und ein Manöver soll auch Seouls Antwort sein. Einen Tag, nachdem Nordkoreas Armee beim Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong zwei Soldaten und zwei Zivilisten tötete, zwanzig Menschen verletzte und dutzende Häuser zerstörte, haben die Regierungen in Seoul und Washington demonstrativ eine gemeinsame Marineübung beschlossen. Dafür wird unter anderem der US-Flugzeugträger “George Washington” ins Gelbe Meer verlegt…
Koreanisches Theater
Vor 60 Jahren brach der Koreakrieg aus – und ist bis heute nicht beendet. Ein Besuch bei den US-Soldaten, die den Waffenstillstand am 38. Breitengrad sichern.
Das “Affenhaus” bleibt heute leer. Die Spitzengardinen hinter den Fenstern der grauen Baracke sind zugezogen, die Türen versperrt ein Kettenschloss. “Manchmal schleichen sich die Nordkoreaner dort hinein und reißen plötzlich die Vorhänge auf, um uns den Vogel oder den Mittelfinger zu zeigen”, erklärt Sean Howard. “Aber wir ignorieren sie. Das hier ist kein Ort für Albereien: Jede Provokation könnte zu einem militärischen Zwischenfall führen.”…
Pünktliche Provokation
Vor dem Südkorea-Besuch von US-Präsident Obama provoziert Pjöngjang ein Seegefecht im Gelben Meer.
Kim Jong-il gilt als Mann mit diplomatischem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom – und pünktlich zur Asienreise von US-Präsident Barack Obama, die auch nach Südkorea führen wird, steht Nordkoreas Diktator nun wieder im Mittelpunkt. Schiffe der nord- und südkoreanischen Marine lieferten sich im Gelben Meer einen Schusswechsel, wobei das direkte Feuer offenbar Kims Soldaten eröffneten…
Karadzics Richter
Der Südkoreaner O-gon Kwon leitet den Prozess gegen den früheren bosnischen Serbenführer.
Der Gerechtigkeit eine Bühne geben, nicht Radovan Karadzic – das ist die Vorgabe, an der O-Gon Kwon im wichtigsten Prozess seines Lebens gemessen werden wird. Der südkoreanische Richter leitet beim Kriegsverbrechertribunal in Den Haag das Verfahren gegen den früheren Führer der bosnischen Serben. Der mutmaßliche Kriegsverbrecher will die Verhandlung sabotieren…
Kim will wieder Bomben bauen
Nordkorea will sein Nuklearprogramm reaktivieren und nie wieder über dessen Einstellung verhandeln.
Nordkoreas Diktator Kim Jong Il lässt den Streit über sein Atomwaffenprogramm weiter eskalieren. Einen Tag nach der Verurteilung von Pjöngjangs jüngstem Raketentest durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) kündigte das erzkommunistische Land am Dienstag die Wiederaufnahme seiner Nuklearforschung an – und drohte damit, künftig nicht mehr über dessen Einstellung verhandeln zu wollen…
Nordkorea hält US-Journalistinnen fest
Fernsehreporterinnen sollen am nordkoreanisch-chinesischen Grenzfluss gefilmt haben. Ihre Verhaftung könnte ein langes diplomatisches Armdrücken auslösen.
Nordkorea und den USA droht der nächste Konflikt: Grenzposten des abgeschotteten Landes sollen Anfang der Woche zwei amerikanische Journalistinnen festgenommen haben. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur. Südkoreanischen Medienberichten zufolge sollen die Fernsehreporterinnen des kalifornischen Nachrichtennetzwerks Current TV an einem chinesisch-nordkoreanischen Grenzfluss gefilmt haben…
Will Kim kämpfen?
Nordkorea versetzt Streitkräfte in volle Gefechtsbereitschaft und deutet Satellitenstart während US-südkoreanischem Manöver an.
Nordkorea hat am Montag die Kommunikation mit Südkorea vollständig abgebrochen und seine Streitkräfte in volle Kampfbereitschaft versetzt. Damit reagierte Pjöngjang auf den Beginn eines zwölftägigen Gemeinschaftsmanövers US-amerikanischer und südkoreanischer Truppen. An der jährlichen Militärübung nehmen diesmal 26 000 US-Soldaten und 30 000 Südkoreaner teil. In den vergangenen Jahren war Nordkoreas Protest diplomatischer ausgefallen…
Endspiel in Tibet
Am 10. März 1959 erhob sich Tibet gegen die chinesischen Besatzer. 50 Jahre später ist die kulturelle Eigenständigkeit der Einheimischen mehr denn je bedroht.
Das kleine Wäldchen auf der Bergkuppe sieht nicht nach einem Schlachtfeld aus. “Aber manchmal haben wir hier richtige Gefechte”, erzählt ein Bauer aus dem Dorf im Tal, in dem seine Familie dem widerspenstigen Hochland mit Yak- und Schafzucht seit Generationen ein karges Auskommen abringt. “Wenn einer von uns Tibetern zum Holzschlagen geht, greifen die Muslime ihn an”, erklärt er, “und wenn einer von denen Bäume fällt, lassen wir uns das natürlich nicht gefallen.”
Wahlkampf auf nordkoreanisch
Am Sonntag ruft Nordkoreas Diktator Kim Jong-il sein Volk an die Urnen. Ein spannender Wahlabend steht allerdings nicht bevor.
Diktatur ist ein hässliches Wort, selbst in den Ohren von Kim Jong-il. Deswegen lässt sich Nordkoreas Tyrann sich seinen Regierungsauftrag alle fünf Jahre bestätigen, per Stimmzettel, wie es sich gehört. Am kommenden Sonntag ist es wieder so weit: 687 Bewerber stehen für ebenso viele Parlamentssitze in der Obersten Volksversammlung zur Abstimmung, darunter in Wahlkreis 333 auch der Geliebte Führer persönlich…
Liebesgrüße aus Pjöngjang
Nordkorea kündigt alle Abkommen mit dem Süden. Dort spekuliert man, Diktator Kim Jong-il suche die Aufmerksamkeit des neuen US-Präsidenten.
Nordkorea heizt den schwelenden Konflikt mit Südkorea weiter an. Das Regime von Diktator Kim Jong-il kündigte am Freitag sämtliche Abkommen mit dem Süden auf. In einer von Pjöngjangs offizieller Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung warf das „Komitee für eine friedliche Wiedervereinigung Koreas“ der Regierung in Seoul vor, die „innerkoreanischen Beziehungen an den Rand eines Krieges gedrängt“ zu haben…
Asien rückt zusammen
Die Finanzkrise zwingt China, Japan und Südkorea zu Absprachen. Das kann Keimzelle für eine neue Union in Politik und Wirtschaft sein.
Sich mit dem fernen Feind verbünden, um den nahen anzugreifen”, lautet ein chinesisches Sprichwort. Es hätte als Motto stehen können über einem Treffen Mitte Dezember in Tokio. Zum ersten Mal kamen die Regierungschefs von Japan, China und Südkorea zu einem Gipfel zusammen. Was in Europa seit Jahrzehnten üblich ist, war für die ostasiatischen Mächte ein Novum…
Womöglich tot, aber kein bisschen leise
Nordkorea versucht Gerüchte über Kim Jong Ils Gesundheitszustand zu zerstreuen – mit Provokationen und Drohungen, wie man sie von dem Diktator kennt.
Nordkoreas Diktator Kim Jong Il gilt als krank, vielleicht ist er schon tot. Doch der Politik seines Landes nach zu urteilen, könnte der “Geliebte Führer” auch noch ganz der alte sein. Seit Wochen macht Pjöngjang mit Warnungen gegen Südkorea auf sich aufmerksam – als wolle Nordkoreas Führung beweisen, dass sich an ihrer Politik nichts geändert habe.
Lautlose Luftangriffe
Lee Min-pok lässt Flugblätter über Nordkorea regnen. Er möchte seine ehemaligen Landsleute zur Flucht animieren.
Wenn der Wind von Süden weht, steigt Lee Min-pok, 50, frühmorgens in seinen Kleintransporter und fährt von Seoul in Richtung “DMZ” (demilitarized zone), wie der Puffer zwischen Nord- und Südkorea im Volksmund heißt. Ein paar Kilometer vor dem Sperrgebiet verlässt er die Hauptstraße und sucht sich zwischen den Feldern einen Platz, an dem er für die nächsten Stunden ungestört seiner Arbeit nachgehen kann.
USA streichen Nordkorea von Terrorliste
Kritik am Abkommen Washingtons mit Pjöngjang kommt aus Japan – Iran, Syrien, Sudan und Kuba bleiben auf der Terrorliste.
Die jahrelange Forderung, Nordkorea müsse die Weltöffentlichkeit vollständig über sein Atomwaffenprogramm sowie seinen internationalen Handel mit Nuklearmaterial informieren, hat Washington Medienberichten zufolge bis auf weiteres aufgegeben. Dabei soll Nordkorea Syrien beim Aufbau eines eigenen Atomreaktors unterstützt haben.
Scharfe Töne
Einige Monate lang schien es, als wolle Nordkorea sich öffnen. Doch nun schwenkt Pjöngjang auf seinen alten Konfrontationskurs zurück.
Nordkorea poltert wieder. Nachdem das weitgehend isolierte erzkommunistische Regime in den vergangenen Monaten Signale einer vorsichtigen Öffnung gesendet hatte, zeigte es nun, dass seine Strategie der fortwährenden Provokation noch lange nicht der Vergangenheit angehört. Mit drastischen Formulierungen griff die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Südkoreas seit Februar amtierenden Präsidenten Lee Myung Bak an. Lee sei ein „Verräter“ und „Kriecher“ vor den USA.