Liebesgrüße aus Pjöngjang
Nordkorea kündigt alle Abkommen mit dem Süden. Dort spekuliert man, Diktator Kim Jong-il suche die Aufmerksamkeit des neuen US-Präsidenten.
Nordkorea heizt den schwelenden Konflikt mit Südkorea weiter an. Das Regime von Diktator Kim Jong-il kündigte am Freitag sämtliche Abkommen mit dem Süden auf. In einer von Pjöngjangs offizieller Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung warf das „Komitee für eine friedliche Wiedervereinigung Koreas“ der Regierung in Seoul vor, die „innerkoreanischen Beziehungen an den Rand eines Krieges gedrängt“ zu haben…
Kim Jong-il hat wieder Gäste
Nordkoreas Diktator empfängt chinesischen Beamten und zeigt sich in alter Unberechenbarkeit: Nach tagelangen Kriegsdrohungen spricht er nun wieder von Frieden.
Fünf Monate nach seinem angeblichen Schlaganfall hat Nordkoreas Diktator Kim Jong-il erstmals wieder einen ausländischen Gast getroffen. Am Freitag empfing er in Pjöngjang Wang Jiarui, Leiter der Auslandsabteilung der Kommunistischen Partei Chinas. Pekings amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, Wang habe Kim eine Neujahrsbotschaft von Präsident Hu Jintao überbracht.
Keine Götter neben Kim
Kein Land verfolgt Christen schärfer als Nordkorea. Wer nicht an das Regime glaubt, riskiert sein Leben.
Anfang des 20. Jahrhunderts galt Pjöngjang wegen seiner großen christlichen Gemeinde als „Jerusalem des Ostens“, doch heute leben Christen nirgendwo gefährlicher als in der nordkoreanischen Hauptstadt. Auf dem Weltverfolgungsindex der christlichen Organisation Open Doors steht das Land seit sechs Jahren an erster Stelle.
Hunger ist stärker als Propaganda
Die gewaltsame Isolation Nordkoreas bekommt Löcher – durch Handys und Schwarzhandel
Seit Beginn der kalten Jahreszeit schweifen die Blicke der Nordkoreaner, die nahe der Grenze zu China leben, besonders sehnsüchtig auf die andere Seite. Im Sommer ist es nur die nächtliche Beleuchtung, die ihren Neid erweckt; in ihren eigenen Dörfern gibt es keinen Strom. Im Winter kommen noch die Rauchsäulen hinzu, die anzeigen, dass in den chinesischen Häusern geheizt wird, während sie selbst meist nur mit Decken und Körperwärme gegen die sibirische Kälte ankämpfen.
“Es war die Hölle auf Erden”
Kim Yong-sun, Jugendfreundin der Mutter von Kim Jong-ils ältestem Sohn, über die heimliche Geliebte des Diktators, die Ermordung ihres Mannes und acht Jahre im Straflager.
Frage: Frau Kim, wie wird man zur Geliebten des „Geliebten Führers“?
Kim: Song Hye-rim und ich haben uns als Kinder in der Ballettschule kennen gelernt und waren später beide Mitglieder im staatlichen Tanzensemble. Dort ist Kim Jong-il auf sie aufmerksam geworden…
Frage: Wie hat er um sie geworben?
Kim: Gar nicht, er hat sie sich einfach genommen…
Nordkorea macht die Grenze dicht
Am 1. Dezember will Nordkorea seine Grenze zu Südkorea zu schließen. Das Regime droht zudem mit einem vollständigen Abbruch aller Beziehungen zum südlichen Nachbarn.
Nordkorea lässt den Konflikt mit Südkorea weiter eskalieren: Auf Anfang Dezember hin will der erzkommunistische Staat die Grenze zu seinem Nachbarland vollständig schliessen. Pjöngjangs amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete gestern, Nordkoreas Regierung reagiere damit auf eine «feindselige Politik» und «Lippenbekenntnisse» des Nachbarn im Süden.
Womöglich tot, aber kein bisschen leise
Nordkorea versucht Gerüchte über Kim Jong Ils Gesundheitszustand zu zerstreuen – mit Provokationen und Drohungen, wie man sie von dem Diktator kennt.
Nordkoreas Diktator Kim Jong Il gilt als krank, vielleicht ist er schon tot. Doch der Politik seines Landes nach zu urteilen, könnte der “Geliebte Führer” auch noch ganz der alte sein. Seit Wochen macht Pjöngjang mit Warnungen gegen Südkorea auf sich aufmerksam – als wolle Nordkoreas Führung beweisen, dass sich an ihrer Politik nichts geändert habe.
Lebt Kim?
Nordkorea plant angeblich eine wichtige Bekanntmachung und schürt damit Spekulationen über das Ende des Diktators.
Die Spekulationen über den Gesundheitszustand von Nordkoreas Diktator Kim Jong Il erhalten neue Nahrung. Zwei japanischen Medienberichten zufolge plant Pjöngjang für den heutigen Montag eine “wichtige Ankündigung”. Dabei könnte es sich um die Bekanntmachung von Kims Tod, seiner Regierungsunfähigkeit oder eines Putsches handeln, mutmaßen Nordkorea-Experten.
USA streichen Nordkorea von Terrorliste
Kritik am Abkommen Washingtons mit Pjöngjang kommt aus Japan – Iran, Syrien, Sudan und Kuba bleiben auf der Terrorliste.
Die jahrelange Forderung, Nordkorea müsse die Weltöffentlichkeit vollständig über sein Atomwaffenprogramm sowie seinen internationalen Handel mit Nuklearmaterial informieren, hat Washington Medienberichten zufolge bis auf weiteres aufgegeben. Dabei soll Nordkorea Syrien beim Aufbau eines eigenen Atomreaktors unterstützt haben.
Ende eines Schurkenstaats
Die USA wollen Nordkorea von ihrer Terrorliste streichen. Dabei hält Kim Jong-il unbeirrt an seinen Atomwaffen fest.
Nordkoreas Diktator Kim Jong Il wird gesellschaftsfähig. Übereinstimmenden Meldungen zufolge will die US-Regierung sein erzkommunistisches Land noch diesen Monat von der Liste der Schurkenstaaten streichen. Einen entsprechenden Deal soll US-Chefunterhändler Christopher Hill in Pjöngjang ausgehandelt haben…
“Nordkorea wird seine Atomwaffen niemals aufgeben”
Nordkorea-Experte Andrei Lankov über Pjöngjangs Erpressungskünste, den Schulbuchamerikaner John McCain und Kim Jong-il als fürsorglichen Familienvater.
Nordkorea hat jüngst den Wiederaufbau des Atomreaktors Yongbyon angekündigt. Für den Nordkorea-Experten Andrei Lankov von der Kookmin-Universität in Seoul ist das Teil eines langerprobten Erpressungsmusters. Im Interview erklärt er, warum Pjöngjang weiterhin an seinen Atomwaffen festhalten wird.
Was kommt nach Kim?
Nach den Berichten über eine schwere Erkrankung von Nordkoreas Führer Kim Jong Il wird über seine Nachfolge spekuliert. Möglich scheint alles, denn bekannt ist fast nichts.
Wer kommt nach Kim Jong Il? Seitdem Nordkoreas Diktator am Dienstag bei den Feiern zum 60.Gründungstag der Demokratischen Volksrepublik fehlte, wodurch Geheimdienstberichte über eine schwere Krankheit indirekt bestätigt scheinen, wird weltweit über seine Nachfolge spekuliert. Von der Frage, wer in Pjongjang die Fäden in der Hand hält, wenn der «Geliebte Führer» stirbt oder regierungsunfähig wird, hängt viel ab.
Ein Diktator verschwindet
Nordkoreas “Geliebter Führer” Kim Jong-Il ist abgetaucht. Geheimdienste halten den Tyrannen für todkrank, Koreakenner trauen dem Diktator auch eine Finte zu.
Wo steckt Kim Jong-Il? Nachdem der Diktator am Montag den pompösen Feierlichkeiten zum 60. Gründungsjubiläum der Demokratischen Volksrepublik Korea ferngeblieben ist, rätselt die Welt über den Gesundheitszustand des Mannes, der sein Land seit Jahrzehnten in Isolation und bitterer Armut hält. Südkoreas Geheimdienst will erfahren haben, der 66-Jährige sei schwer erkrankt – und womöglich bereits tot.
Scharfe Töne
Einige Monate lang schien es, als wolle Nordkorea sich öffnen. Doch nun schwenkt Pjöngjang auf seinen alten Konfrontationskurs zurück.
Nordkorea poltert wieder. Nachdem das weitgehend isolierte erzkommunistische Regime in den vergangenen Monaten Signale einer vorsichtigen Öffnung gesendet hatte, zeigte es nun, dass seine Strategie der fortwährenden Provokation noch lange nicht der Vergangenheit angehört. Mit drastischen Formulierungen griff die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Südkoreas seit Februar amtierenden Präsidenten Lee Myung Bak an. Lee sei ein „Verräter“ und „Kriecher“ vor den USA.
Dem Tyrannen ein Ständchen
Mit einem Konzert der New Yorker Philharmoniker wollen die USA in Nordkorea politisches Tauwetter herbeiführen. Für die Japaner ist die Orchesterdiplomatie ein Skandal.
Kriegsdrohungen, Handelssanktionen und Vernunftappelle haben versagt, nun müssen Wagner, Dvorak und Gershwin ran. Ein Konzert der New Yorker Philharmoniker in Pjöngjang soll am Dienstag den Auftakt für die Aussöhnung zwischen dem erzkommunistischen Nordkorea und der Supermacht USA werden.