Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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E-Mobil von Daimler-Partner explodiert

Bei einem Unfall ist ein Elektroauto des chinesischen Herstellers BYD explodiert. Die Batterietechnologie steckt auch in einer Gemeinschaftsentwicklung mit Daimler.

Chinas ehrgeizigen Plänen, als erstes Land in großem Maßstab Elektroautos auf die Straße zu bringen, droht ein schwerer Rückschlag. Nachdem am Wochenende ein batteriebetriebenes Taxi des chinesischen Herstellers BYD bei einem Zusammenstoß explodierte, ist in der Volksrepublik eine Diskussion über die Sicherheit von E-Mobilen entbrannt. Der Unfall, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, beschädigt das Vertrauen in die junge Technologie und bringt neben Chinas Elektroauto-Pionier BYD auch Daimler in Bedrängnis. Die Stuttgarter hatten Ende April ihr gemeinsam mit BYD entwickeltes Elektrofahrzeug Denza vorgestellt, in dem wohl die gleiche chinesische Batterietechnik eingesetzt werden soll wie in dem Unglückswagen…

Bernhard Bartsch | 28. Mai 2012 um 14:27 Uhr

 

Im Osten viel Neues

Auf der Autoshow in Peking scheuen deutsche Autobauer keine Kosten, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Was wäre die Autoindustrie ohne den Absatzmarkt China? Bei der Automesse in Peking scheuen die Hersteller deshalb keinen Aufwand, um ihr Engagement zum größten Automarkt der Welt zu demonstrieren. 36 Neuheiten präsentieren ausländische Marken bei der am Montag eröffneten Autoschau. Chinas Fachpresse verfolgt genau, welche Weltpremieren in der Volksrepublik stattfinden, denn die chinesischen Kunden wollen nicht länger das Gefühl haben, ihnen würde bevorzugt Technologie der letzten Generation verkauft…

Bernhard Bartsch | 24. April 2012 um 05:29 Uhr

 

Vorfahrt für China

Die Shanghaier Automesse wird zum weltgrößten Branchentreffpunkt.

Der VW-Käfer war die Ikone des deutschen Wirtschaftswunders – sein neuestes Nachfolgemodell wurde symbolkräftig in Shanghai enthüllt. Das Boomland China ist inzwischen der größte Automarkt der Welt und die am Dienstag eröffnete „Auto Shanghai“ mittlerweile die bedeutendste Messe der Branche. Neben VW zeigen sich auch alle anderen internationalen Hersteller bemüht, durch eindrucksvolle Premieren ein Bekenntnis zu ihrem Chinageschäft abzulegen. Fast zwei Dutzend Weltneuheiten zeigen sie in Shanghai, und mehr als 70 neue Modelle werden präsentiert. Damit ist China endgültig zur großen Bühne der Autoindustrie geworden…

Bernhard Bartsch | 19. April 2011 um 17:02 Uhr

 

Boom oder Blase?

China wächst mit zweistelligen Raten. Doch Ökonomen warnen vor den Fallen des Wirtschaftssystems – und Risiken für westliche Unternehmen.

Wenn US-Präsident Barack Obama am Dienstagabend Chinas Staatschef Hu Jintao in Washington zum Abendessen empfängt, hofft Steve Dickinson, dass die beiden mächtigsten Männer der Welt den richtigen Gesprächsstoff finden. „Die Fronten zwischen China und dem Westen sind tief“, sagt der amerikanische Wirtschaftsanwalt…

Bernhard Bartsch | 18. Januar 2011 um 03:45 Uhr

 

Gerhard Schröder lässt grüßen

Deutschlands Exportboom ist großteils „Made in China“, doch die Chinesen wollen selbst Hochtechnologiestandorte aufbauen. Ein Besuch in der Autostadt Chanchun.

Die deutsche Flagge hängt verkehrt herum. Gold-rot-schwarz flattert sie vor dem „Grandhotel Neues Jahrhundert“ im nordchinesischen Changchun. Ein kleines Missgeschick, eigentlich kaum der Rede wert, würde es nicht so gut zum Anlass passen. Die Industriestadt will die Autowelt auf den Kopf stellen und mit ihrem ersten „Gipfel von Changchun“ ihren Anspruch als internationales Zentrum der Fahrzeugbranche anmelden…

Bernhard Bartsch | 11. September 2010 um 13:04 Uhr

 

Vorschusslorbeeren für Chinas Autobauer

Chinesische Automarken wollen sich aus dem Schatten der internationalen Konkurrenz lösen – doch die Details ihrer Expansionsstrategien bleiben im Dunkeln.

Sie heißen Dongfeng und Changfeng, Gleagle und Englon, Lifan und Zotye, Besturn und Landwind: Chinas Automarken, deren Namen außerhalb der Volksrepublik bisher nur Brancheninsider kennen, wollen zu Global Playern werden. Auf der am Freitag eröffneten Pekinger Automesse präsentieren sie sich nun so selbstbewusst wie nie zuvor…

Bernhard Bartsch | 23. April 2010 um 15:39 Uhr

 

Verschlankte Bedürfnisse

Mit klemmenden Gaspedalen hat Toyota hat seinen Ruf als zuverlässigste Automarke der Welt ruiniert. Wie konnte das passieren? Eine Spurensuche in Toyota City.

Der Griff zur Reißleine ist alltägliche Routine. In weiten Schlaufen hängt das gelbe Seil über den Köpfen der Arbeiter, die mit Akkuschraubern im Sekundentakt um die halbfertigen Autos springen. Immer wieder greift einer über sich und bringt mit einem Ruck das Fließband zum Stehen. „Probleme werden bei Toyota sofort gelöst“, erklärt die junge PR-Dame und lächelt so selbstverständlich, als habe sie seit Wochen keine Zeitung gelesen…

Bernhard Bartsch | 25. Februar 2010 um 02:23 Uhr

 

Nationale Karambolage

Toyotas Pannen beschädigen das Image des größten Autoherstellers der Welt – und spiegeln die Probleme der ganzen japanischen Wirtschaft.

Ausgerechnet das Gaspedal! Welch bittere Ironie. Über Jahre hinweg hat der japanische Automobilkonzern Toyota bei Millionen Fahrzeugen Beschleunigungspedale eingebaut, die im durchgedrückten Zustand verklemmen können. Im schlimmsten Fall ist das Auto dann nicht mehr zu stoppen, und die Insassen können nur hoffen, dass wenigstens der Airbag funktioniert…

Bernhard Bartsch | 07. Februar 2010 um 14:55 Uhr

 

Enkel in Not

Akio Toyoda sollte den Autokonzern Toyota durch die Krise steuern. Jetzt steckt er mittendrin.

„Ich werde wieder zu den Grundsätzen zurückkehren, auf denen dieses Unternehmen aufgebaut wurde“, sagte Akio Toyoda im Januar 2009. Damals war der Enkel des Toyota-Gründers gerade zum neuen Vorstandschef des weltgrößten Autokonzerns erkoren worden und wollte das Unternehmen, das durch die Finanzkrise erstmals in seiner 75jährigen Geschichte in die roten Zahlen gerutscht war, wieder in die Profitzone steuern…

Bernhard Bartsch | 03. Februar 2010 um 04:20 Uhr

 

Klemmender Mythos

Toyota muss wegen klemmender Gaspedale bis zu acht Millionen Fahrzeuge zurückrufen. Es ist der größte Image-Unfall in der Konzerngeschichte.

„Nichts ist unmöglich. Toyota“ lautet der Werbeslogan des weltgrößten Autobauers. Nun ist tatsächlich das scheinbar Unmögliche eingetreten: Die Japaner, die über drei Jahrzehnte lang branchenweit den Ruf der zuverlässigsten Produktionsqualität genossen, müssen bis zu acht Millionen Autos aus dem Verkehr ziehen und mit dem größten Image-Unfall der Konzerngeschichte rechnen…

Bernhard Bartsch | 29. Januar 2010 um 05:20 Uhr

 

Autos aus China – nächster Versuch

Chinas größter Autobauer SAIC will mit eigenen Fahrzeugen in Europa Fuß fassen – unter der britischen Traditionsmarke MG.

Der „Landwind“ hat es nicht geschafft, auch nicht der „Brilliance“ oder der „Great Wall“. Trotzdem startet Chinas Automobilindustrie einen neuen Versuch, um auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Die Shanghai Automotive Industry Corp. (SAIC), größter Fahrzeughersteller der Volksrepublik, will noch in diesem Jahr in Europa mit dem Verkauf eigener Autos beginnen und wird dafür das Label der britischen Traditionsmarke MG bemühen, die SAIC seit 2005 besitzt…

Bernhard Bartsch | 25. Januar 2010 um 05:42 Uhr

 

Volvo und Saab werden chinesisch

Asiatische Unternehmen erlangen Kontrolle über große Teile von Schwedens Autoindustrie.

Schwedens Automobilindustrie wird chinesisch: Sowohl Volvo als auch Teile von Saab werden künftig unter der Kontrolle chinesischer Automobilkonzerne stehen – verkauft von den US-Giganten Ford und GM, die mit ihren schwedischen Töchtern nicht zurecht kamen. Volvos US-Mutterkonzern Ford erklärte, dass ein Verkauf an den privaten chinesischen Fahrzeughersteller Geely weitgehend ausgehandelt sei…

Bernhard Bartsch | 24. Dezember 2009 um 19:00 Uhr

 

Ein Land, zwei Systeme

In China liegen Klimaschutz und -sünden dicht beieinander, aber das Land arbeitet energisch am ökologischen Umbau.

Das nennt man eine verspargelte Landschaft: In der Geröllwüste der westchinesischen Provinz Xinjiang, außerhalb der Hauptstadt Urumqi, stehen über 200 Windmühlen in Reih und Glied und drehen sich im scharfen Wind. Ihre Zahl steigt ständig, denn Urumqis Energiebedarf wächst mit zweistelligen Prozentzahlen; außerdem legt die Provinzregierung Wert auf das ökologische Prädikat, den größten Windpark Chinas zu betreiben. Doch Nachhaltigkeitsidylle existiert nur auf Prospektbildern – in der Wirklichkeit ziehen schmutzigschwarze Rußwolken durch den weißen Turbinenwald…

Bernhard Bartsch | 16. November 2009 um 04:36 Uhr

 

Nächste Ausfahrt China

Die Krise beschleunigt die Verlagerung westlicher Fabriken nach China.

Gute Nachrichten haben in der Wirtschaftswelt derzeit meistens etwas mit China zu tun. Zum Beispiel bei BMW: Nicht nur konnten die Münchner ihren Absatz im neuerdings weltgrößten Automarkt seit Jahresbeginn um 36,7 Prozent steigern. Zudem erklärte das Unternehmen gestern, mit seinem chinesischen Partner Brilliance Automotive für 560 Millionen Euro ein zweites Werk bauen zu wollen…

Bernhard Bartsch | 13. November 2009 um 10:54 Uhr

 

Mehr Motorlärm!

In Japan müssen Hybridfahrzeuge vielleicht bald künstlich Krach erzeugen – den Blinden zuliebe.

Es sieht aus wie ein Auto, es fährt wie ein Auto, aber es klingt nicht so. Was das ist? Ein Hybridfahrzeug. Wenn die klimafreundlichen Pkw mit dem Doppelantrieb in den Elektromodus schalten, bewegen sie sich fast so leise wie ein Fahrrad. Doch weniger Lärm ist nicht unbedingt besser, warnen japanische Verbraucherschützer…

Bernhard Bartsch | 06. Juli 2009 um 09:37 Uhr