Bernhard Bartsch

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Auf den Spuren des Wachstums

Yuan-Streit könnte zu einer Spirale des Protektionismus führen.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat bei seiner Chinareise vor einem „Handelskrieg“ gewarnt und zu einem Abbau protektionistischer Hürden aufgerufen. Der Streit über die Unterbewertung nationaler Währungen könne weltweit zu gegenseitigen Abschottungsversuchen führen. „Wir haben Sorge, dass die noch nicht überwundenen Finanzmarktprobleme weltweit zu Protektionismus führen können“, sagte der FDP-Politiker.

China steht derzeit wegen seiner Wechselkurspolitik am Pranger. Das Land hat seine Währung Yuan an den Dollar gekoppelt und lässt nur minimale Aufwertungen zu. Viele westliche Ökonomen und Politiker glauben, dass der Yuan trotz seiner jüngsten Aufwertung gegenüber dem Dollar noch immer um 20 bis 40 Prozent unterbewertet ist. Dies mache Chinas Exporte billiger und verschaffe der Volksrepublik auf diese Weise unfaire Wettbewerbsvorteile.
Brüderle, der von einer großen Unternehmerdelegation begleitet wird, sprach in Peking eine Reihe von Sorgenthemen der deutschen Wirtschaft an, darunter den Schutz des geistigen Eigentums, Marktzugangsprobleme, Wettbewerbsprobleme, die Vergabe öffentlicher Aufträge und Chinas Exportpolitik bei den sogenannten seltenen Erden, einem in der Hightechindustrie benötigten Rohstoff, der derzeit fast ausschließlich in China gefördert wird. Angesichts immer häufigerer Konflikte habe er mit dem chinesischen Handelsminister Chen Deming die Einrichtung einer Hotline vereinbart.

Das Verhältnis zu China und die dortige Konjunktur werden immer wichtiger für Deutschland. Denn mittlerweile hä

Bernhard Bartsch | 12. Oktober 2010 um 12:34 Uhr

 

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