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September, 2012 | Bernhard Bartsch

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Partei schließt Bo Xilai aus

Bo Xilai kommt wegen Amtsmissbrauchs und Bestechlichkeit vor Gericht. Ihm droht die Todesstrafe.

Im Politdrama um den einstigen chinesischen Spitzenkader Bo Xilai hat der dritte und letzte Akt begonnen: Der gestürzte Parteichef von Chongqing ist aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen worden und soll wegen Amtsmissbrauchs, Bestechlichkeit und anderer Verbrechen verurteilt werden. Dazu zählen seit Freitag „ungebührliche sexuelle Beziehungen“ zu mehreren Frauen. Mit der Meldung beendete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag das monatelange Rätselraten um das Schicksal des charismatischen 63-Jährigen, der bis zu seinem jähen Fall im Frühjahr als Anwärter auf einen Spitzenposten in Chinas neuer Führung galt…

Bernhard Bartsch | 28. September 2012 um 08:19 Uhr

 

Apples China-Problem

Pünktlich zum Start des Handys iPhone 5 wird der Konzern mit neuen Vorwürfen wegen schlechter Produktionsbedingungen in China konfrontiert.

Nach 3000 Wischtüchern hat Dang Xianglan Feierabend. 3000-mal hat sie an diesem Tag die gleichen sechs Handgriffe gemacht: umklappen, noch mal umklappen, linke Seite einschlagen, rechte Seite einschlagen, zusammenrollen und mit einem Gummiband befestigen. „Mit den Läppchen werden am Fließband die Touchscreens von iPhones oder iPads gereinigt“, erklärt die Mittdreißigerin. 3000 Tücher sind das Schichtminimum, doch wenn die Vorgesetzten es verlangen, macht Dang Überstunden und faltet noch tausend mehr…

Bernhard Bartsch | 22. September 2012 um 08:22 Uhr

 

Korrupter Korruptionsbekämpfer

Chongqings Ex-Polizeichef Wang Lijun, Auslöser von Chinas größtem Parteiskandals seit Jahrzehnten, steht am Dienstag wegen Staatsverrats vor Gericht.

Es ist noch kein Jahr her, dass Wang Lijun zu den Lieblingen des chinesischen Propagandaapparats gehörte. Das Staatsfernsehen machte Chongqings Polizeichef zum Protagonisten einer Serie über Korruptionsbekämpfung, Zeitungen feierten ihn als Modellkader. Am Dienstag steht Chinas prominentester Verbrechensbekämpfer selbst vor Gericht, angeklagt wegen Landesverrats, Machtmissbrauchs und Bestechlichkeit. Das schwerste Vergehen des 52-Jährigen wird allerdings nicht öffentlich verhandelt: Wang hat der Kommunistischen Partei einen ihrer größten Skandale seit Jahrzehnten beschert…

Bernhard Bartsch | 18. September 2012 um 03:02 Uhr

 

Protest im Akkord

Antijapanische Demonstrationen zwingen japanische Unternehmen in China zur Schließung. Doch Peking hat Mühe, die Proteste unter Kontrolle zu halten.

Die japanische Botschaft in Peking erlebt an diesem Montag Protest im Akkord: In geordneten Reihen lassen die Polizisten die Demonstranten vor das Gebäude treten, um ihre Parolen zu rufen, rote Flaggen zu schwenken und Flaschen oder Eier zu werfen. Ein paar Minuten Wut müssen reichen, dann ist die nächste Gruppe dran. Wer noch nicht genug hat, muss sich wieder anstellen. „Euer Zorn ist gerechtfertigt und jeder darf seine Meinung äußern“, dröhnt es aus den Megaphonen der Sicherheitskräfte. „Aber achtet auf Ordnung und Gesetze.“…

Bernhard Bartsch | 17. September 2012 um 22:55 Uhr

 

Spitze Steine im chinesischen Meer

Der Streit um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer führt zu Demonstrationen. Angst vor wirtschaftlichen Einbußen soll Tokio zum Einlenken zwingen.

Das Sushi-Restaurant Kurazen hat geschlossen. Über dem Eingang hat der Besitzer eine chinesische Flagge aufgehängt und darunter ein rotes Banner mit der Aufschrift: „Die Diaoyu-Inseln gehören China“. So will er offensichtlich verhindern, dass die Demonstranten, die eine Straße weiter vor Pekings japanischer Botschaft protestieren, ihre Wut auch gegen sein Lokal richten. Für den dritten Tag in Folge belagern am Sonntag Hunderte Chinesen die japanische Gesandtschaft, um im Streit um die von beiden Ländern beanspruchte Inselgruppe Druck auszuüben. Die Polizei hat einen ganzen Straßenzug abgesperrt, auf dem die Demonstranten mit ihren Transparenten auf- und abmarschieren…

Bernhard Bartsch | 17. September 2012 um 03:00 Uhr

 

Kim der Fröhliche

Nordkoreas junger Diktator Kim Jong-un etabliert seinen eigenen Personenkult. Er wirkt moderner als sein Vater, doch politisch zeigt er noch immer kein Profil.

Kürzlich hatte Nordkoreas Diktator Kim Jong-un mal wieder seinen Spaß. Zusammen mit seiner Frau besuchte er Pjöngjangs Volkspark. Fotos der offiziellen Nachrichtenagentur KCNA zeigen das junge Paar lachend in einem Elektrowagen über die Anlage fahren, er mit zurückgegelten Haaren im dunklen Anzug, sie im schicken schwarzen Hosenensemble und Handtasche. Dass sie von zugeknöpften älteren Herren in grünen Armeeuniformen umgeben sind, scheint sie nicht zu stören, und auf einigen Aufnahmen scheinen sie die Militärs mit ihrer guten Laune sogar anzustecken…

Bernhard Bartsch | 16. September 2012 um 03:37 Uhr

 

Japan will aussteigen

Japan will bis 2040 ohne Atomstrom auskommen können. Doch um ihr Ziel durchsetzen zu können, muss die Regierung erst einmal die nächste Wahl gewinnen.

Anderthalb Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima hat Japans Regierung den Ausstieg aus der Atomkraft angekündigt. Bis spätestens 2040 will das Land ohne Kernenergie auskommen können, erklärte Premier Yoshihiko Noda am Freitag. Bestehende Atomkraftwerke müssten spätestens nach 40 Jahren Betriebsdauer vom Netz genommen werden und neue Reaktoren würden nicht genehmigt. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtversorgung soll bis 2030 auf 30 Prozent hochgefahren werden und der Stromverbrauch gemessen am Jahr 2010 um zehn Prozent gesenkt werden. Zum Vergleich: Deutschland will bis 2022 aus der Atomkraft aussteigen und schon 2020 rund 35 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien wie Wind oder Sonne gewinnen…

Bernhard Bartsch | 15. September 2012 um 03:36 Uhr

 

Nordkorea vermietet sein Volk

Immer mehr Nordkoreaner werden als Gastarbeiter nach China geschickt. Ihre Einkünfte kassiert das Kim-Regime in der Heimat.

Nordkoreas Elite pflegt einen aufwändigen Lebensstil, mit importierten Lebensmitteln, teuren Autos und Shopping-Reisen in asiatische Metropolen. Finanziert wird der Luxus durch Exporte von Rohstoffen, Waffen – und zunehmend von Menschen. Tausende Nordkoreaner werden neuerdings in Gastarbeitertrupps nach China geschickt. In chinesischen Fabriken sind sie hochwillkommen, denn die Nordkoreaner sind billiger, gehorsamer und leidensfähiger als die immer anspruchsvolleren chinesischen Arbeiter. Ihre Gehälter fließen direkt in die nordkoreanische Staatskasse…

Bernhard Bartsch | 13. September 2012 um 13:36 Uhr

 

Die Riksha kehrt zurück

Der japanische Entwickler Nobuyuki Ogura wirbt für ein Elektro-Dreirad zur Entlastung des Tokioter Berufsverkehrs.

Wer in Tokio lebt, hat zwei Möglichkeiten, zur Arbeit zu gelangen. Die erste verlangt von ihm, sich zur morgendlichen Stoßzeit in die chronisch überfüllten S- und U-Bahn-Züge zu pressen, was Pendler mit Platzangst von vornherein ausschließt. Die zweite Option besteht darin, im eigenen Wagen zur Arbeit zu fahren. Sie erfordert lediglich Geld, davon aber eine ganze Menge. Denn Autos in Tokio sind teuer, sehr teuer, und nur jeder zehnte Hauptstädter gehört zu der kleinen, privilegierten Schicht, der diese Möglichkeit offensteht. An einem dritten Weg arbeitet Nobuyuki Ogura…

Bernhard Bartsch | 12. September 2012 um 12:41 Uhr

 

Vermisst: Chinas nächster Präsident

Der designierte Staats- und Parteichef ist seit zehn Tagen von der Bildfläche verschwunden.

Angela Merkel ist fast die Letzte, die Xi Jinping gesehen hat. Bei ihrem Staatsbesuch in Peking traf die Bundeskanzlerin am Donnerstag vorvergangener Woche auch Chinas Vizepräsident, der in den kommenden Monaten Staats- und Parteichef Hu Jintao ablösen soll. Xi sprach über die große historische Aufgabe, China zu seiner alten Größe zurückzuführen und die Herausforderung, das richtige Maß zwischen Kontrolle durch die Kommunistische Partei und bürgerlichen Freiheiten zu finden. Es war ein Höflichkeitstermin, wenig mehr, und Merkel wünschte Xi alles Gute. Zwei Tage später trat Xi noch einmal bei einer Feier der Zentralen Parteihochschule auf. Seitdem ist der 59-Jährige aus der Öffentlichkeit verschwunden…

Bernhard Bartsch | 11. September 2012 um 12:32 Uhr

 

Gegen die Wand gefahren

Chinas Parteichef Hu Jintao gerät wegen eines Skandals um einen Ferrari-Unfall ins Abseits.

Der Machtkampf um Chinas nächste Führungsmannschaft geht in die letzte Runde, und die Parteiskandale der vergangenen Monate haben das Kräfteverhältnis an der Spitze offenbar zum Kippen gebracht. Staatschef Hu Jintao soll dabei der große Verlierer sein, berichtet die gewöhnlich gut informierte Hongkonger South China Morning Post. Der scheidende Staats- und Parteichef soll entscheidende Posten an das Lager seines Amtsvorgängers Jiang Zemin verloren haben, der hinter den Kulissen noch immer großen Einfluss ausübt. Im letzten Moment soll Hu nun auch noch sein engster Vertrauter, Parteigeschäftsführer Ling Jihua, abhanden gekommen sein, weil dessen Sohn offenbar unter bizarren Umständen in einem Ferrari verunglückt ist…

Bernhard Bartsch | 04. September 2012 um 12:55 Uhr

 

Nackte Kader

Chinas korrupte Kader schaffen Geld ins Ausland. Immer mehr Beamte setzen sich dann mit ihren Familien ab.

Vor einer Woche war Wang Guoqiang noch ein Unbekannter, doch seit wenigen Tagen ist sein Name so berühmt, dass selbst Chinas hoch entwickelte Internetzensur es nicht mehr schafft, ihn aus der öffentlichen Debatte zu verbannen. Der ehemalige Parteisekretär des nordostchinesischen Fengcheng soll sich mit seiner Familie und 200 Millionen Yuan (25 Millionen Euro) ins Ausland abgesetzt haben, berichten chinesische Medien. Das Geld stammt aus der Stadtkasse, und viele Chinesen fragen sich, wie ein einzelner Beamter in einer rückständigen Provinzstadt mit einer verhältnismäßig geringen Einwohnerzahl von 580000 Menschen unbemerkt eine derart riesige Summe entwenden kann…

Bernhard Bartsch | 02. September 2012 um 12:59 Uhr

 

Sag zum Abschied leise Airbus

Angela Merkel profiliert sich in China als Anwältin deutscher Wirtschaftsinteressen.

Im Ausland kommt die Deutsche Bahn scheinbar pünktlich. Jeden Tag werden in Leipzig 44 Waggons mit Autobauteilen beladen und auf die Reise in die 11 000 Kilometer entfernte nordchinesische Industriestadt Shenyang geschickt, um im BMW-Werk zu fertigen Fahrzeugen montiert zu werden. „Früher wurden die Komponenten per Schiff transportiert, was 46 Tage dauerte“, sagt Bahn-Chef Rüdiger Grube. „Mit dem Zug schaffen wir das jetzt in 23 Tagen.“ Es könnte aber noch viel schneller gehen, in 14 Tagen, aber dafür müssten die chinesischen Behörden die Züge schneller abfertigen und den bürokratischen Aufwand mit 14 unterschiedlichen Frachtbriefen vereinfachen. Ob man da nicht etwas machen könne, fragt Grube. Der Bahn-Chef ist einer von acht deutschen Managern, die Chinas Premier Wen Jiabao ihre Sorgen vortragen…

Bernhard Bartsch | 01. September 2012 um 13:19 Uhr