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Mai, 2012 | Bernhard Bartsch

Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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E-Mobil von Daimler-Partner explodiert

Bei einem Unfall ist ein Elektroauto des chinesischen Herstellers BYD explodiert. Die Batterietechnologie steckt auch in einer Gemeinschaftsentwicklung mit Daimler.

Chinas ehrgeizigen Plänen, als erstes Land in großem Maßstab Elektroautos auf die Straße zu bringen, droht ein schwerer Rückschlag. Nachdem am Wochenende ein batteriebetriebenes Taxi des chinesischen Herstellers BYD bei einem Zusammenstoß explodierte, ist in der Volksrepublik eine Diskussion über die Sicherheit von E-Mobilen entbrannt. Der Unfall, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, beschädigt das Vertrauen in die junge Technologie und bringt neben Chinas Elektroauto-Pionier BYD auch Daimler in Bedrängnis. Die Stuttgarter hatten Ende April ihr gemeinsam mit BYD entwickeltes Elektrofahrzeug Denza vorgestellt, in dem wohl die gleiche chinesische Batterietechnik eingesetzt werden soll wie in dem Unglückswagen…

Bernhard Bartsch | 28. Mai 2012 um 14:27 Uhr

 

Bad Vilbels langer Marsch

Bad Vilbel verhandelt über die größte chinesische Investition in Deutschland: 700 Millionen Euro. Haben die Stadtoberen tatsächlich einen dicken Fisch an der Angel oder fallen sie auf windige Machenschaften herein?

Das hessische Bad Vilbel verhandelt seit Wochen ohne transparente Informationen für die Öffentlichkeit über das mit Abstand größte chinesische Investitionsprojekt in Deutschland. Der potenzielle Hauptinvestor erklärte der Frankfurter Rundschau, er plane, in Bad Vilbel für 700 Millionen Euro ein chinesisches Handelszentrum zu bauen. „Eine Absichtserklärung haben wir Ende April unterschrieben“, sagte Lu Changqing, Vorstandschef des Pekinger Mischkonzerns Zhongqi Investment Group. „Einen formellen Vertrag werden wir Ende Juni unterzeichnen.“ Im Gewerbegebiet Quellenpark, das sich in städtischem Besitz befindet, solle auf einer Fläche von 200 000 Quadratmeter ein Großhandel für chinesische Waren entstehen…

Bernhard Bartsch | 24. Mai 2012 um 08:16 Uhr

 

Mr. Softpower und die ausländische Schlampe

Der chinesische Moderator Yang Rui hetzt im Internet gegen Ausländer. Seinen Arbeitgeber, den Staatssender CCTV, scheint das nicht zu stören.

Was wäre wohl los, wenn Günther Jauch fordern würde, Deutschland müsse „den ausländischen Dreck säubern“? Wenn er verlangen würde, die „ausländischen Schlangenköpfe abzuschneiden“ und „die ausländischen Banditen wegzusperren, um unsere unschuldigen Mädchen zu schützen“? Jauch würde sicher im Nu vom populären Moderator zum geächteten Ex-Moderator werden. Nicht so Yang Rui, Star des chinesischen Staatsfernsehens CCTV und Gastgeber von „Dialogue“, einer englischsprachigen Sendung, die allabendlich das Verständnis zwischen China und dem Rest der Welt verbessern soll…

Bernhard Bartsch | 23. Mai 2012 um 05:26 Uhr

 

Chen fliegt in die Freiheit

China Peking hat den blinden Bürgerrechtler Chen Guangcheng in die USA reisen lassen.

Am Ende seiner spektakulären Flucht in die Freiheit ist Chen Guangcheng vor allem dankbar. Auf Krücken steht er am Samstagabend vor seinem neuen Zuhause, einem Wohnheim der New York University, und wirkt überwältigt von all der Unterstützung, die seine Ausreise aus der Volksrepublik ermöglicht hat. Er danke den amerikanischen Diplomaten und allen Anhängern, die sich für ihn eingesetzt hätten, sagt der blinde Bürgerrechtler und fügt schnell hinzu, er sei auch „dankbar, dass die chinesische Regierung zurückhaltend und ruhig“ mit seiner Situation umgegangen sei. Einigen seiner Fans ist das zu viel der Höflichkeit. Dank an ein Regime, das sieben Jahre lang zugelassen hat, dass Chen und seine Familie von skrupellosen Beamten eingesperrt und misshandelt wurden?…

Bernhard Bartsch | 20. Mai 2012 um 05:29 Uhr

 

Der Frieden der Fische

Im Südchinesischen Meer eskaliert der Streit zwischen China und den Philippinen.

Bei militärischen Machtspielen werden Statisten mitunter zu Hauptfiguren. Im Südchinesischen Meer sind es die Fische, die derzeit im Mittelpunkt stehen und unverhofft den Frieden erklärt bekommen haben, damit China und die Philippinen einen Krieg verhindern können. Fast gleichzeitig verordneten beide Regierungen, dass der Fischfang rund um eine umstrittene Inselgruppe, von den Philippinen als Scarborough-Riff und von Chinas als Huangyan-Inseln bezeichnet wird, verboten ist. Zwar besteht jede Seite darauf, die Entscheidung eigenständig und allein aus Sorge um die Fischbestände gefällt zu haben, doch in Wirklichkeit handelt es sich wohl um einen mühsam erreichten diplomatischen Kompromiss…

Bernhard Bartsch | 16. Mai 2012 um 06:51 Uhr

 

Perverses Potenzmittel

Südkorea beschlagnahmt Tausende von Kapseln aus pulverisiertem Menschenfleisch. Sie stammen aus China und bringen die Behörden in Erklärungsnot.

Man nehme einen toten Säugling, schneide ihn in kleine Stücke, lasse ihn zwei Tage trocknen und zermale ihn dann zu feinem Pulver. So schlicht und grausig ist das Rezept für ein angebliches Potenz- und Allheilmittel, das in China hergestellt und von Tausenden Menschen eingenommen wird. Anfang der Woche teilte der südkoreanische Zoll mit, dass er 17 450 Kapseln mit pulverisierten Föten und Babys beschlagnahmt hat. Gefunden wurden sie in Gepäckstücken und Paketen aus der Volksrepublik…

Bernhard Bartsch | 10. Mai 2012 um 08:25 Uhr

 

„Menschenrechte sind etwas Intuitives“

Der chinesische Dissident Chen Guangcheng spricht über seine aktuelle Situation, seine Ausreisepläne in die USA und die Bedeutung von Menschenrechten in China.

Bernhard Bartsch: Herr Chen, ist Ihre Familie bei Ihnen?

Chen Guangcheng: Ja. Aber leider weiß ich nicht, wie es meinen Verwandten in meiner Heimatprovinz Shandong geht. Ich mache mir große Sorgen um sie. Ich habe gehört, dass mein Neffe festgenommen wurde, aber genauere Informationen habe ich nicht. Die chinesische Regierung hat gesagt, dass sie die Verfolgung unserer Familie beenden wird und dass das Unrecht, das uns in Shandong angetan wurde, untersuchen will…

Bernhard Bartsch | 09. Mai 2012 um 08:38 Uhr

 

China erhöht den Druck

Peking entzieht einer Al-Dschasira-Journalistin wegen kritischer Berichterstattung das Visum.

Peking China erhöht den Druck auf ausländische Journalisten. Zum ersten Mal seit 14 Jahren ist eine akkreditierte Korrespondentin des Landes verwiesen worden, teilte der Verein der Auslandskorrespondenten in China (FCCC) mit. Die Reporterin des arabischen Fernsehsenders Al-Dscha­sira, Melissa Chan, musste ausreisen, weil sich die Behörden über einen Enthüllungsbericht über Arbeitslager geärgert hatten…

Bernhard Bartsch | 08. Mai 2012 um 08:27 Uhr

 

Der Clown sagt sorry

Chinas Medien ringen um den richtigen Umgang mit dem Fall des Bürgerrechtlers Chen Guangcheng.

Peking Am Ende durfte er doch nicht mitfliegen, aber vielleicht reist er bald hinterher : Der Bürgerrechtler Chen Guangcheng war nicht mit an Bord, als Hillary Clinton am Samstag nach ihrer wohl dramatischsten Reise als US-Außenministerin Peking verließ. Drei Tage lang hatte sie mit Chinas Führung um das Schicksal des blinden Anwalts gerungen, der vor zwei Wochen aus dem Hausarrest geflohen war und in der US-Botschaft in Peking Zuflucht gesucht hatte. Für beide Seiten standen Grundsatzfragen auf dem Spiel…

Bernhard Bartsch | 07. Mai 2012 um 07:20 Uhr

 

Chen verlässt die US-Botschaft

Chinesischer Dissident fühlt sich von Chinas Regierung erpresst.

Wenn Shi Yinhong keine Interviews geben will, muss in China politischer Ausnahmezustand herrschen. Der Professor für Internationale Beziehungen an der Pekinger Renmin-Universität ist einer der prominentesten Kommentatoren aktueller Ereignisse. Kein Thema ist ihm zu sensibel, um vor Journalisten seine – meist linientreue – Meinung zu äußern, selbst wenn die Staatsmedien schweigen. Doch zum Fall Chen Guangcheng könne er nicht sprechen, teilte Shi am Mittwoch mit…

Bernhard Bartsch | 02. Mai 2012 um 17:26 Uhr

 

Der blinde Anwalt will bleiben

Chinesischer Menschenrechtler sucht kein Asyl in den Vereinigten Staaten.

Der chinesische Bürgerrechtler Chen Guangcheng wird wohl in die USA ausgeflogen werden und dort mit seiner Familie Asyl erhalten – obwohl er eigentlich bleiben will. Damit rechnen Freunde des blinden Anwalts, der vergangene Woche aus dem Hausarrest geflohen war und sich offenbar in der amerikanischen Botschaft in Peking aufhält. Chen habe darauf bestanden, dass er kein politisches Asyl beantragen wolle, sagte der Aktivist Guo Yushan, einer von Chens Fluchthelfern…

Bernhard Bartsch | 02. Mai 2012 um 00:23 Uhr

 

Tomatenrepublik China

Die Turbulenzen in Chinas Kommunistischer Partei offenbaren ein kompliziertes Wechselspiel zwischen Staatspresse, Internetforen und Auslandsmedien.

In politisch turbulenten Zeiten können Tomaten zu Waffen werden. Seit Mitte April gehört „Xihongshi“ (Chinesisch für Tomate) zu den Begriffen, die bei Chinas Internetzensoren auf dem Index stehen. Alle Nachrichten über die rote Strauchfrucht werden seitdem entweder automatisch blockiert oder von Überwachungssoftware an die Cyberpolizei weitergeleitet. Denn Tomate ist eines der Synonyme, das Internetbenutzer für Bo Xilai verwenden, den ehemaligen Parteichef von Chongqing, der im Zentrum von Chinas wohl größtem politischem Skandal seit Jahrzehnten steht. „Xihongshi“ klingt so ähnlich wie „westliche rote Stadt“ – eine nahe liegende Anspielung auf die westchinesische Metropole, die unter Bo eine „rote Kampagne“ erlebte, die viele Beobachter an die Kulturrevolution erinnerte…

Bernhard Bartsch | 01. Mai 2012 um 05:59 Uhr