Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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“Wir verschwenden riesige Wachstumspotentiale”

Ökonom Jagdish Bhagwati über die Zukunft des Welthandels und seine Differenzen mit Barack Obama, Angela Merkel, Paul Krugman und dem Handelsblatt.

Bernhard Bartsch: Professor Bhagwati, viele Länder versuchen sich derzeit mit protektionistischen Maßnahmen zu schützen, die Doha-Verhandlungen zum weltweiten Zollabbau stecken fest und der Euro ist in Gefahr. Wie viele Sorgen müssen wir uns machen?

Bhagwati: Zuerst die gute Nachricht: In der Krise haben wir längst nicht so viel Protektionismus erlebt, wie viele befürchtet haben. In der Politik gibt es inzwischen ein starkes Bewusstsein dafür, dass Marktabschottung in unserer vernetzten Welt allen schadet. Und selbst wenn ein Land das versucht, nützt es nicht viel, weil die anderen Staaten dann im Gegenzug das gleiche tun…

Bernhard Bartsch | 02. April 2011 um 03:30 Uhr

 

Pekinger Dachschaden

Der Architekt Meinhard von Gerkan entwarf den Umbau von Chinas Nationalmuseum. Doch nun verschweigen die Chinesen den ausländischen Designlieferanten.

Mit Dächern hat Meinhard von Gerkan wenig Glück. Der Hamburger Architekt, der sich mit der Deutschen Bahn einen langen Rechtsstreit um die Dachkonstruktion des Berliner Hauptbahnhofs lieferte, ist in Peking abermals Opfer von Designbanausen geworden: Ein spektakuläres Bronzedach brachte von Gerkan zwar vor sieben Jahren den Sieg in einem internationalen Wettbewerb um die Neugestaltung des chinesischen Nationalmuseums ein. „Aber dann gab es ziemlich schnell Widerstand dagegen, dass Chinas wichtigstes Museum von einem Ausländer entworfen wird, noch dazu von einem Deutschen“, erzählt von Gerkan…

Bernhard Bartsch | 01. April 2011 um 03:21 Uhr