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März, 2011 | Bernhard Bartsch

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Mission Aufklärung

Außenminister Westerwelle genießt in China die Distanz zu seinen innenpolitischen Problemen und versucht, sich als politischer Aufklärer zu profilieren.

Eine Pause von der deutschen Innenpolitik kann er dringend gebrauchen: Außenminister Guido Westerwelle ist am Donnerstag zu einem dreitägigen Besuch in Peking eingetroffen – sichtlich froh, nach dem Wahldesaster vom vergangenen Sonntag die Rolle des FDP-Vorsitzenden gegen die des Staatsmannes tauschen und Fragen zu seiner politischen Zukunft mit dem Hinweis abwehren zu können, Kommentare zum Berliner Betrieb seien auf Auslandsreisen nicht üblich…

Bernhard Bartsch | 31. März 2011 um 16:16 Uhr

 

Aufklärer am Werk

Eine Ausstellung zeigt in China die „Kunst der Aufklärung“. Doch um sich ihres Verstandes zu bedienen, brauchen chinesische Intellektuelle keine Nachhilfe.

Heinrike soll höher hängen. „Zehn Zentimeter sind zu viel, probiert mal fünf“, dirigiert Michael Eissenhauer die Arbeiter im Pekinger Nationalmuseum. Der Berliner Museumsdirektor hat eines seiner wertvollsten Werke in die chinesische Hauptstadt verliehen: das „Porträt der Heinrike Danneker“ von Gottlieb Schick, gemalt 1802, eine Bildikone der Aufklärung, der Emanzipation und des gymnasialen Geschichtsunterrichts. Die junge Frau in den Farben der französischen Revolution soll den Chinesen die „Kunst der Aufklärung“ vermitteln…

Bernhard Bartsch | 30. März 2011 um 03:47 Uhr

 

Ai Weiwei wird ein Berliner

Chinas berühmtester Künstler baut angesichts harter Repressionen in seiner Heimat ein Studio in Deutschland.

Er ist der größte Star des chinesischen Kunstbetriebs und einer der schärfsten Kritiker der Kommunistischen Partei. Doch angesichts wachsender Repressionen in seiner Heimat plant Ai Weiwei nun einen Teil-Umzug nach Deutschland. Im Berliner Stadtteil Oberschöneweide will der 53-Jährige ein Studio kaufen und trifft derzeit Vorbereitungen, um mit seinem Team künftig dort arbeiten zu können…

Bernhard Bartsch | 28. März 2011 um 16:54 Uhr

 

Japans gezwungene Helden

Die Arbeiter im Unglückskraftwerk Fukushima riskieren ihr Leben, um einen GAU zu verhindern. Doch viele sind offenbar nicht freiwillig im Einsatz.

Der Volksmund nennt sie die „Samurai von Fukushima“. Doch zwei Wochen nach Beginn des Rettungseinsatzes im havarierten Atomkraftwerk kursieren in Japan immer beunruhigendere Meldungen über die Männer, die das Land vor einem GAU bewahren sollen. Erst am Freitag erklärte der Kraftwerksbetreiber Tepco, dass drei Arbeiter, die sich am Vortag akute Strahlenvergiftungen zugezogen hatten, ohne Sicherheitsschuhe in schwer verseuchtem Wasser gestanden hätten, um elektrische Leitungen zu reparieren. Die Warnsignale ihrer Geigerzähler sollen sie ignoriert haben. Kompetente Rettungskräfte stellt man sich anders vor, Helden ohnehin…

Bernhard Bartsch | 25. März 2011 um 14:24 Uhr

 

Fukushimas Preisschild

Atomstrom galt als billig – doch in Japan zeigt sich, wie teuer er sein kann.

Thunfisch müsste man sein. Dann könnte man dem Nukleardesaster von Fukushima vielleicht eine positive Seite abgewinnen. Der Blauflossen-Thuna steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Tiere, ein Resultat ungezügelter Überfischung, und nirgends ist sein Fleisch beliebter als in Japan. Doch nun vergeht vielen Menschen der Appetit auf Sushi oder Thunfischsalat…

Bernhard Bartsch | 24. März 2011 um 14:24 Uhr

 

Das Salz der Apokalypse

Der Nuklearunfall in Japan hat in China zu panikhaften Salzkäufen geführt. Die Menschen glauben, sich so vor Strahlenschäden schützen zu können.

Treffen sich ein Japaner, ein Koreaner und ein Chinese im Himmel. „Ich bin beim Erdbeben gestorben“, erzählt der Japaner. „Ich bin verstrahlt worden“, sagt der Koreaner. „Und bei welcher Katastrophe bist du umgekommen?“ fragen sie den Chinesen. Der schaut betreten zu Boden und antwortet: „Ich habe zu viel Salz gegessen.“ Um über den Witz, der im chinesischen Internet kursiert, lachen zu können, muss man wohl versucht haben, dieser Tage in einem chinesischen Supermarkt ein Päckchen Speisesalz zu kaufen…

Bernhard Bartsch | 18. März 2011 um 14:29 Uhr

 

Schlumpfblauer Stimmenfang

Mann der Stunde oder Mann von gestern? Japans Premier Naoto Kan kämpft nicht nur gegen Erdbebenschäden und Atom-GAU, sondern auch um seine Karriere.

Nationale Katastrophen sind nicht nur menschliche Tragödien, sondern auch politische Großereignisse, in denen Karrieren gemacht und zerstört werden können. 1962 erwarb sich der Hamburger Polizeisenator Helmut Schmidt im Kampf gegen die Sturmflut seinen Ruf als zupackender Krisenmanager, der ihn bis ins Kanzleramt trug. Sein Nachfolger Gerhard Schröder machte 2002 das Elbhochwasser erfolgreich zum Wahlkampfhelfer, während US-Präsident George W. Bush durch sein Versagen im Umgang mit dem Hurrikan Katrina 2005 sein politisches Ende einläutete.

Auch in Japan rückt eine knappe Woche nach dem verheerenden Erdbeben und dem dadurch ausgelösten Kernreaktorunfall die Frage ins Visier, wie Regierungschef Naoto Kan nach der Katastrophe dastehen wird…

Bernhard Bartsch | 17. März 2011 um 02:48 Uhr

 

Zwischen Angst und Alltag

In Tokio demonstrieren die Menschen Normalität – und können doch den Schrecken nicht vertreiben. Viele versuchen, die Millionenstadt zu verlassen.

Was für einen Unterschied ein kleiner Wetterumschwung macht. Nachdem der Wind über Nordjapan in der Nacht gedreht hat, so dass eine Strahlenwolke aus Unglückskernkraftwerk Fukushima nicht mehr Richtung Tokio, sondern auf den Pazifik wehen würde, versuchen die Hauptstadtbewohner am Mittwochvormittag wieder zum Alltag zurückzukehren…

Bernhard Bartsch | 16. März 2011 um 14:44 Uhr

 

Das Ende der Nachsicht

Die Japaner haben ihren Regierungen viele Skandale verziehen. Nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe braucht das Land endlich eine neue politische Vision.

Das Erdbeben in Japan, dessen verheerendes Ausmaß täglich größer wird, enthält eine Tragödie, einen Skandal und eine Erfolgsgeschichte. Die Tragödie zeigt sich in den Bildern und Nachrichten aus dem Norden des Landes. Dort ist die Naturkatastrophe in ihrer tückischen Kombination aus Erdbeben und Tsunami über die Menschen hereingebrochen, bevor sie der vom Meer heranrollenden Gefahr gewahr werden und sich in Sicherheit bringen konnten…

Bernhard Bartsch | 16. März 2011 um 00:00 Uhr

 

Anti-Atomkraft nein danke

Japan droht die größtmögliche Kernreaktorkatastrophe, doch von japanischen Atomkraftgegnern fehlt jede Spur. Denn Nuklearstrom war bisher kaum umstritten.

Der drohende GAU im japanischen Kernkraftwerk Fukushima treibt in Deutschland tausende Atomkraftgegner auf die Straße. Und in Japan? In Tokios Regierungsviertel Chiyoda herrscht am Dienstagmorgen gespenstische Ruhe. Polizisten bewachen die leeren Straßen zwischen Parlament, Ministerien und der Residenz vom Premierminister Naoto Kan. Kein einziger japanischer Atomkraftgegner, der hier ein Transparent enthüllen würde…

Bernhard Bartsch | 15. März 2011 um 12:01 Uhr

 

Japans Medien fordern transparente Informationen

Nach dem Erdbeben kritisieren Japans Medien den Kernkraftwerkbetreiber Tepco und fordern ein Ende der politischen Grabenkämpfe. Eine Presseschau.

Angesichts des Ausmasses der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe sowie der Sorgen um die Sicherheit der beschädigten Atomkraftwerke fordern Japans Medien ein Ende der lähmenden Blockade zwischen Regierung und Opposition. «Seit Monaten haben sich die Regierung und die Opposition Grabenkämpfe geliefert», schreibt die «Asahi Shimbun». «Die Katastrophe hat endlich eine Situation geschaffen, in der die Parteien zum Wohl des Landes zusammenarbeiten können.»…

Bernhard Bartsch | 14. März 2011 um 06:05 Uhr

 

Der schiefe Turm von Tokio

Das Erdbeben hat Japan in seinen Grundfesten erschüttert. Denn die Naturgewalt hat ein Land getroffen, dem der Glaube an sich selbst zunehmend abhanden kommt.

Der Tokio-Tower steht schief. Mit bloßem Auge würde man es nicht merken, doch dort, wo an anderen Frühlingswochenenden Besucherschlangen darauf warten, die 333 Meter hohe Stahlkonstruktion, eine rotweiße Kopie des Pariser Eifelturms, zu besteigen, steht man an diesem Sonntag vor einem geschlossenen Tor. „Das Erdbeben hat den Turm beschädigt“, erklärt ein Angesellter. „Er sieht zwar in Ordnung aus, aber die Statiker müssen erst einmal überprüfen, ob er tatsächlich noch stabil ist.“ Medienberichten zufolge soll das Gerüst in sich verzogen und die Spitze einen Knick bekommen haben. Wohl nie hat der Tokio-Tower seine Rolle als Wahrzeichen der japanischen Hauptstadt besser erfüllt…

Bernhard Bartsch | 13. März 2011 um 17:21 Uhr

 

Die virtuelle Revolte

Chinas Kommunistische Partei hat im Volk viel Vertrauen verloren. Das spielt den Organisatoren der Jasmin-Proteste in die Hände.

Verbessert sich die Menschenrechtslage in China?», fragte Ran Yunfei vor einigen Monaten seine Tischgenossen. «Die sinkende Zahl der Teilnehmer in dieser Runde ist wohl die beste Antwort.» Viele Jahre lang betrieb der prominente Blogger und Regierungskritiker in seiner südwestchinesischen Heimatstadt Chengdu einen Stammtisch, an dem er einmal im Monat mit Gleichgesinnten über die Probleme des Landes und die Möglichkeiten des zivilen Ungehorsams diskutierte. Doch nach und nach lichteten sich die Reihen…

Bernhard Bartsch | 13. März 2011 um 08:25 Uhr

 

Wo der Wind weht

Ist es Pflicht oder Wahnsinn, als Journalist in ein Land zu reisen, in dem ein atomarer Super-GAU droht?

Es macht keine Freude, seiner Familie samstagmorgens erklären zu müssen, dass man nicht früh aufsteht, um Croissants zu holen, sondern um in ein Katastrophengebiet zu fliegen. Aber was bedeutet ein Wochenende neben der Erdbebenkatastrophe in Japan? Am Pekinger Flughafen sehe ich, dass ich nicht der einzige Familienenttäuscher bin. Zwei Dutzend internationale Journalisten warten auf den ersten verfügbaren Flug nach Tokio…

Bernhard Bartsch | 12. März 2011 um 16:45 Uhr

 

Japan fürchtet den Super-GAU

Nach dem verheerenden Erdbeben droht in Atomkraftwerken der Austritt von großen Mengen Radioaktivität. Die Zahl der Tsunamiopfer geht in die Tausende.

Jahrzehntelang haben japanische Kernkraftgegner davor gewarnt, nun droht der größtmögliche Nuklearunfall einzutreten. Das verheerende Erdbeben, das am Freitag Japan erschütterte, hat im Atomkraftwerk Fukushima eine Kernschmelze ausgelöst. Ob der mit einem Super-GAU verbundene Austritt von großen Mengen Radioaktivität verhindert werden kann, war anderthalb Tage nach der Naturkatastrophe noch ungewiss…

Bernhard Bartsch | 12. März 2011 um 16:39 Uhr