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November, 2010 | Bernhard Bartsch

Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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Wikileaks entzweit Peking und Pjöngjang

Die Wikileaks-Veröffentlichungen zeigen Brüche im Bündnis zwischen China und Nordkorea. Könnte dadurch Bewegung in den festgefahrenen Konflikt kommen?

Als „alter Freund“ reiste Choe Thae-bok in Pjöngjang ab, als „verwöhntes Kind“ kam er in Peking an: Nordkoreas Parlamentspräsident und Sekretär des Zentralkomitees der Arbeiterpartei musste am Dienstag zum Auftakt seines Chinabesuchs brisante Enthüllung von Wikileaks verkraften. Unmittelbar vor seiner Landung war bekannt geworden, wie Chinas Vizeaussenminister He Yafei vergangenes Jahr vor Mitarbeitern der US-Botschaft in Peking über die Verbündeten aus Pjöngjang hergezogen haben soll…

Bernhard Bartsch | 30. November 2010 um 18:11 Uhr

 

China macht Gutwetter

China rechnet in Cancun mit substantiellen Fortschritten – wenn schon nicht beim Klimaschutz, dann wenigstens beim eigenen Image.

Der Klimagipfel in Kopenhagen vor knapp einem Jahr endete für China mit einem Imagedesaster. Beim Treffen in Cancun will Peking nun das Stigma des Verhandlungsblockierers loswerden. Und da die Erwartungen an die Konferenz gering sind, können die Chinesen tatsächlich auf positive Schlagzeilen hoffen. Pekings Klima-Unterhändler Huang Huikang deutete im Vorfeld an, dass die Volksrepublik den westlichen Industrienationen in einem entscheidenden Streitpunkt entgegenkommen könnte…

Bernhard Bartsch | 29. November 2010 um 07:56 Uhr

 

Chinas Gesichtswahrer

Vize-Außenminister Wu Dawei soll im Koreakonflikt Chinas Interessen wahren.

Chinas Diplomaten spielen wieder einmal „good cop, bad cop“. Der böse Bulle ist Außenminister Yang Jiechi: Als Südkorea in der vergangenen Woche als Reaktion auf Nordkoreas Artillerieangriff auf die Insel Yeonpyeong ein großes Marinemanöver mit den USA ankündigte, sagte er kurzerhand einen Besuch in Seoul ab – offenbar aus Ärger darüber, dass abermals eine Militärübung in unmittelbarer Nachbarschaft der Volksrepublik stattfindet. Doch sein Stellvertreter darf nun die Rolle des guten Bullen spielen…

Bernhard Bartsch | 28. November 2010 um 17:52 Uhr

 

Verhandeln, ob verhandelt wird

China bietet sich im Korea-Konflikt als Vermittler an und holt sich gleich eine Absage.

Es war ein seltsames Stück Diplomatietheater, das sich gestern in Pekings Außenministerium abspielte. Per SMS hatten die Beamten kurzfristig die Weltpresse einbestellt, um eine wichtige Ankündigung zu machen. Peking will im Nordkoreakonflikt vermitteln, erklärte Vizeaußenminister Wu Dawei…

Bernhard Bartsch | 28. November 2010 um 17:48 Uhr

 

Der Stellvertreterkonflikt

Der Streit um Nordkorea offenbart die Bruchstellen der neuen Weltordnung.

Nein, diesen Gefallen werden wir Kim Jong-il nicht tun! Mit seinen jüngsten Provokationen – dem Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong und der Präsentation seiner Urananreicherungsanlage – will Nordkoreas Diktator der Welt Angst vor einem neuen Korea-Krieg machen. Er möchte, dass man ihm jeden Wahnsinn zutraut, selbst den Einsatz seiner Atombomben. Denn nur wenn das Ausland Kim fürchtet, macht es ihm die politischen und finanziellen Zugeständnisse, die er braucht, um sein tyrannisches Regime am Leben zu erhalten…

Bernhard Bartsch | 27. November 2010 um 10:37 Uhr

 

Chinas großer Atomeinstieg

Kernenergie gilt Peking als probates Mittel gegen den Klimawandel. Die chinesischen Meiler sollen auch in den Export gehen.

Zhang Shanming ist auf Journalisten schlecht zu sprechen. „Sensationalismus“ wirft der Präsident der China Guangdong Nuclear Power Corp (CGNPC) Hongkonger Medien vor, die kürzlich kritisch über den staatlichen Atomenergiekonzern berichtet hatten: Ende Oktober waren Arbeiter im südchinesischen Atomkraftwerk Daya Bay durch ein leckendes Kühlsystem radioaktiver Strahlung ausgesetzt worden. Es war bereits das zweite Mal binnen eines halben Jahres, dass CGNPC Unregelmäßigkeiten in seinem Reaktor erst öffentlich machte, nachdem Medien längst darüber berichtet hatten…

Bernhard Bartsch | 26. November 2010 um 05:06 Uhr

 

China über Südkorea verstimmt

Chinas Außenminister Yang Jiechi hat seine Reise nach Südkorea verschoben. Die Ursache sind wohl Unsicherheiten über den Umgang mit Nordkorea.

Zwei Tage nach dem tödlichen Gefecht an der innerkoreanischen Seegrenze hat Chinas Außenminister Yang Jiechi eine Reise nach Südkorea auf unbestimmte Zeit verschoben. Dabei standen bei dem Treffen unter anderem Beratungen zum Neustart der Sechser-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm auf der Tagesordnung. Angeblich habe es Terminprobleme gegeben, erklärte Seoul…

Bernhard Bartsch | 25. November 2010 um 15:08 Uhr

 

George Washington soll Kim Jong-un einschüchtern

Nach dem Angriff aus dem Norden unterstützen die USA ihren Verbündeten im Süden und verlegen einen Flugzeugträger ins Gelbe Meer.

Ein südkoreanisches Manöver war der Anlass für das tödliche Feuergefecht an der innerkoreanischen Grenze – und ein Manöver soll auch Seouls Antwort sein. Einen Tag, nachdem Nordkoreas Armee beim Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong zwei Soldaten und zwei Zivilisten tötete, zwanzig Menschen verletzte und dutzende Häuser zerstörte, haben die Regierungen in Seoul und Washington demonstrativ eine gemeinsame Marineübung beschlossen. Dafür wird unter anderem der US-Flugzeugträger „George Washington“ ins Gelbe Meer verlegt…

Bernhard Bartsch | 24. November 2010 um 14:02 Uhr

 

Kims Kommando

Militär Nordkorea ist das am stärksten militarisierte Land der Welt. Die Armee ist die wichtigste Machtstütze des Regimes.

Nordkorea gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, doch es leistet sich einen der größten Militärapparate: Rund 1,2 Millionen Soldaten zählt die Koreanische Volksarmee (KVA). Das ist weltweit Rang vier und gemessen an der Bevölkerungszahl der mit Abstand höchste Militarisierungsgrad. Zwischen vier und acht Millionen Nordkoreaner werden außerdem als Reservisten geführt…

Bernhard Bartsch | 24. November 2010 um 04:20 Uhr

 

Koreanisches Poker

Kim Jong-il reizt – und weiß, dass seine Aggression bisher immer belohnt worden ist.

Nordkoreas Diktator Kim Jong-il hat eine eigenwillige Art, der Welt Verhandlungen anzubieten. Erst führte er US-Wissenschaftlern eine neue Nuklearfabrik vor, die zur Herstellung von atomwaffenfähigem Uran verwendet werden könnte – eine offene Aufrüstungsdrohung. Nun ließ er auch noch unvermittelt Granaten auf eine südkoreanische Insel schießen – eine unverhohlene Warnung, dass er zu Gewalt bereit ist, wenn er nicht bekommt, was er will…

Bernhard Bartsch | 23. November 2010 um 16:15 Uhr

 

Gefährlicher Grenzkonflikt

Nordkorea provoziert die Welt wieder einmal mit einem Angriff auf senen Nachbarn.

Nordkorea hat am Dienstag überraschend ein Gefecht an der innerkoreanischen Grenze provoziert. Am Nachmittag, um 14.34 Uhr Ortszeit, schlugen mehr als 50 Granaten auf der südkoreanischen Insel Yeonpyeong ein, berichtete das Verteidigungsministerium in Seoul. Bei dem Angriff wurden zwei Soldaten getötet, 17weitere sowie drei Zivilisten verletzt…

Bernhard Bartsch | 23. November 2010 um 16:11 Uhr

 

Büffeln für Mamas Rente

Chinas Eltern investieren viel in die Ausbildung ihrer Kinder und sorgen damit für sich selber vor. Denn die Familie ist noch immer das wichtigste Sozialsystem.

Song Le schläft seit Monaten maximal fünf Stunden pro Nacht. Mehr ist nicht drin für einen chinesischen Schüler im letzten Jahr vor der Hochschulaufnahmeprüfung. «Ich bin von acht bis fünf in der Schule, und wenn ich nach Hause komme, habe ich Nachhilfestunden und Hausaufgaben bis nach Mitternacht», erzählt der 17-Jährige. «Natürlich ist das anstrengend, aber meinen Klassenkameraden geht es ja allen genauso, also kann ich mich nicht beschweren.» Für jede Förderstunde bezahlt seine Mutter 220 Yuan (33 Franken), eigentlich unerschwinglich für die alleinerziehende Pekingerin, die als Kindermädchen gerade 2500 Yuan (373 Franken) im Monat verdient. Aber die Mittvierzigerin hat lange gespart, und die Verwandten geben dazu, was sie erübrigen können. Denn Song Le soll es an nichts fehlen, nicht jetzt, wo sich die Weichen für sein weiteres Leben stellen – und den Wohlstand der ganzen Familie…

Bernhard Bartsch | 23. November 2010 um 03:47 Uhr

 

Nordkorea reichert Uran an

Pjöngjang führt Wissenschaftlern moderne Atomanlage vor. Errichtet wurde sie womöglich mit Hilfe auf China und Pakistan.

Wenn Nordkoreas Diktator Kim Jong-il der Welt droht, bedient er sich meist martialischer Formulierungen. „Flammenmeer“ und „totaler Krieg“ gehören zum Standardvokabular seines offiziellen Sprachrohrs, der Nachrichtenagentur KCNA. Doch Pjöngjangs jüngste Warnung kommt in feinstem Wissenschaftsjargon daher…

Bernhard Bartsch | 21. November 2010 um 03:44 Uhr

 

Zürcher Banker hilft Chinas Propaganda

China-Repräsentant der Zürcher Kantonalbank bezeichnet Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo als Kriminellen. Das Bankhaus distanziert sich.

Ist der Demokratieaktivist und diesjährige Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ein Krimineller? Diese Meinung vertreten Chinas Kommunistische Partei – und die Zürcher Kantonalbank. Diesen Eindruck dürften jedenfalls Leser der chinesischen Zeitung «Global Times» bekommen haben, die am Mittwoch einen Meinungsbeitrag des China-Repräsentanten der ZKB, Liu Zhiqin, lasen…

Bernhard Bartsch | 20. November 2010 um 03:39 Uhr

 

China hebt ab

Pekings Traum von Passagierjet aus eigener Produktion nimmt Form an.

Airbus-Manager erzählen gerne folgende Anekdote: Als der europäische Luftfahrtkonzern im Jahr 2008 begann, seinen A320 auch in der chinesischen Hafenstadt Tianjin zu montieren, jubelte zwar Chinas Presse, doch gleichzeitig bemühten sich die staatlichen chinesischen Fluglinien um Lieferverträge, in denen ihnen ausdrücklich Maschinen aus europäischer Produktion zugesichert wurden…

Bernhard Bartsch | 19. November 2010 um 03:25 Uhr