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Oktober, 2010 | Bernhard Bartsch

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Spektakel der Superlative

Die größte Weltausstellung aller Zeiten ist zuende: 72,5 Millionen Menschen besuchten die Veranstaltungen. Die Chinesen planen bereits die nächste Expo.

Das Schlangestehen hat ein Ende: Am Sonntag hat in Shanghai die größte Weltausstellung aller Zeiten ihre Tore geschlossen. 72,5 Millionen Menschen besuchten in den vergangenen sechs Monaten die Expo, die damit einen Rekord als größte Massenveranstaltung aller Zeiten aufgestellt haben dürfte. „Sie haben viele Rekorde erreicht“, sagte Vicente Gonzalez Loscertales, Generalsekretär der zuständigen Internationalen Organisation für Ausstellungswesen (B.I.E.). „Eine Rekordzahl von Teilnehmern, eine Rekordzahl von Besuchern – und sie haben das bislang größte Expo-Gelände gebaut.“ 189 Länder und 57 internationale Organisationen präsentierten sich in Shanghai, neben zahlreichen Unternehmen, Städten und Regionen…

Bernhard Bartsch | 31. Oktober 2010 um 05:20 Uhr

 

Schurken gegen Gangster

Am Streit um die Ausfuhr von Seltenerdmetallen lässt sich erkennen, wie China seine Rolle als Wirtschaftsgroßmacht zu spielen gedenkt.

Ist China ein „wirtschaftliche Schurken-Supermacht“ oder das Opfer westlicher „Gangstermethoden“? In diesen Extremen tobt der aktuelle Streit um Chinas Rohstoffpolitik. Mit dem Schurkenstaatvorwurf geißelte jüngst der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman Pekings Restriktionen bei der Ausfuhr von Seltenerdmetallen, die weltweit für die Herstellung von Hightechprodukten benötigt. Doch Chinas Regierung verbittet sich jede Einmischung in ihre Ressourcenpolitik und könnte ihre Exporte Seltener Erden künftig noch weiter drosseln…

Bernhard Bartsch | 27. Oktober 2010 um 05:24 Uhr

 

Leckt die Kommunistische Partei?

Chinesische Dissidenten planen eine Enthüllungswebseite nach Vorbild von Wikileaks. Für die Partei wäre die Veröffentlichung geheimer Dokumente gefährlich.

Mit der Veröffentlichung von zehntausenden Irakkriegsdokumenten hat Wikileaks erneut das US-Verteidigungsministerium bloß gestellt. Doch die amerikanische Regierung muss nicht als einzige die Enthüllung von Geheimpapieren befürchten. Vor allem Chinas Kommunistische Partei, deren Herrschaft maßgeblich auf Informationskontrolle und Medienzensur beruht, sieht Transparenzaktivisten als ernsthafte Bedrohung – und muss nun mit der Gründung eines „chinesischen Wikileaks“ rechnen…

Bernhard Bartsch | 24. Oktober 2010 um 01:16 Uhr

 

Ohne Kontrolle geht es nicht

Viele Spielzeuge enthalten giftige Chemikalien. Doch dass sie meistens aus China stammen, heißt noch lange nicht, dass auch die Chinesen die Schuld tragen.

Ein großer Teil des in Deutschland verkauften Spielzeugs ist mit Schadstoffen belastet – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Stiftung Warentest. Bei einer Untersuchung von 50 Produkten wurden bei mehr als 80 Prozent giftige Chemikalien nachgewiesen, bei zwei Drittel sogar in hohen Mengen, und das selbst bei Traditionsmarken wie Brio, Eichhorn, Fisher Price, Sigikid oder Steiff…

Bernhard Bartsch | 22. Oktober 2010 um 03:31 Uhr

 

Heißes China

Während sich die Weltwirtschaft nur langsam erwärmt, kämpft China bereits wieder gegen eine Überhitzung.

Peking. China scheint derzeit mit Luxusproblemen zu kämpfen. Während der Rest der Weltwirtschaft noch immer damit ringt, nach der Krise zu substanziellen Wachstumsraten zurückzufinden, bemüht sich Peking bereits wieder darum, seinen Boom zu drosseln: Die Volksrepublik erhöhte ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 5,56 Prozent und belastete damit weltweit die Aktienmärkte. Dass die aktuell stärkste globale Wachstumslokomotive die Bremse zieht, kam für viele Marktteilnehmer offenbar überraschend…

Bernhard Bartsch | 20. Oktober 2010 um 03:36 Uhr

 

Richtungskampf in Peking

Chinas Parteiführung will bei ihrer Jahrestagung die Weichen für die Zukunft stellen. Nach dem Friedensnobelpreis mehren sich die Rufe nach politischen Reformen.

Im Jingxi Hotel im Westen Pekings werden derzeit die Weichen für Chinas Zukunft gestellt – begleitet von öffentlichen Aufrufen, dass die Kommunistische Partei nicht nur ihren wirtschaftlichen, sondern auch ihren politischen Kurs überdenken sollte. Bei der viertägigen Jahrestagung des 371-köpfigen Zentralkomitees, die am Montag endet, geht es nach Darstellung der Parteimedien in erster Linie um die Eckpunkte für den zwölften Fünfjahresplan…

Bernhard Bartsch | 17. Oktober 2010 um 11:10 Uhr

 

Chinas Partei hat das Nobel-Virus

Nach dem Nobelpreiskomitee fordern auch prominente Altkader Demokratie und Pressefreiheit – und offenbart einen tiefen Riss in der chinesischen Führung.

Ist die Vergabe des Friedensnobelpreises an den inhaftierten Demokratieaktivisten Liu Xiaobo Teil einer antichinesischen Kampagne des Westens? Diesen Eindruck versucht Chinas Kommunistische Partei seit vergangenem Freitag zu erwecken. Als „Angriff“, „Eindämmungsversuch“, „Einmischung“ und „Beleidigung“ bezeichneten Offizielle die Auszeichnung – und behaupteten, mit ihrer Einschätzung das chinesische Volk geschlossen hinter sich zu haben. Doch nun erhebt auch eine Gruppe prominenter Altkader Vorwürfe, die sich mit der Systemkritik des Friedensnobelpreisträgers und der norwegischen Juroren decken…

Bernhard Bartsch | 14. Oktober 2010 um 01:36 Uhr

 

Der dicke Bär macht Stunk

Widerspruch für Kim Jong-il: Sein ältester Sohn kritisiert aus dem Exil Nordkoreas Erbfolgeregelung.

Das enfant terrible des Kim-Klans meldet sich zurück: Kaum hat Nordkoreas Diktator Kim Jong-il seinen jüngsten Sohn, Kim Jong-un, bei einer pompösen Militärparade als Machterben präsentiert, kritisiert sein Ältester die dynastische Herrschaftsfolge. Kim Jong-nam, der seit Jahren in Peking und Macao lebt, sagte dem japanischen Fernsehsender TV Asahi, er sei persönlich dagegen, dass Nordkorea in dritter Generation von seiner Familie geführt werde…

Bernhard Bartsch | 13. Oktober 2010 um 03:33 Uhr

 

Auf den Spuren des Wachstums

Yuan-Streit könnte zu einer Spirale des Protektionismus führen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat bei seiner Chinareise vor einem „Handelskrieg“ gewarnt und zu einem Abbau protektionistischer Hürden aufgerufen. Der Streit über die Unterbewertung nationaler Währungen könne weltweit zu gegenseitigen Abschottungsversuchen führen. „Wir haben Sorge, dass die noch nicht überwundenen Finanzmarktprobleme weltweit zu Protektionismus führen können“, sagte der […]

Bernhard Bartsch | 12. Oktober 2010 um 12:34 Uhr

 

Dissidentin wider Willen

Die Frau von Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo wollte nie selbst im Rampenlicht stehen. Nun muss Liu Xia den Druck von Polizei und Öffentlichkeit aushalten.

Als es am späten Abend des 9. Dezember 2008 an der Wohnungstüre des Schriftstellerehepaars Liu Xiaobo und Liu Xia pochte, wussten beide, was kommen würde. Sie solle schnell einen Freund anrufen, bat Liu seine Frau, gab ihr sein Handy und schritt seiner Verhaftung entgegen. „Vergiss es“, rief Liu Xia ihm nach. Sie hatte noch nie in ihrem Leben ein Mobiltelefon benutzt…

Bernhard Bartsch | 12. Oktober 2010 um 02:49 Uhr

 

Klimaverhandlungen stecken fest

Schuldzuweisungen zwischen Peking und Washington überschatten das Treffen vor der UN-Klimarunde in Cancún.

Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China drohen die globalen Klimaschutzbemühungen zu lähmen. Bei der letzten Vorbereitungskonferenz für den Weltklimagipfel Ende November haben Unterhändler beider Länder sich im chinesischen Tianjin gegenseitig die Schuld für die stockenden Verhandlungen zugewiesen…

Bernhard Bartsch | 11. Oktober 2010 um 03:22 Uhr

 

„Obszön“ gegen „schön“

Chinas Kommunistische Partei reagiert wütend auf den Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo.

Chinas Regierung hat wütend auf die Vergabe des Friedensnobelpreises an den inhaftierten Demokratieaktivisten Liu Xiaobo reagiert – und womöglich dessen Frau Liu Xia in Polizeigewahrsam genommen. Nach Angaben ist von Familienangehörigen wurde die 51-Jährige kurz nach der Bekanntgabe am Freitagabend von Beamten in die nordchinesische Provinz Liaoning eskortiert, wo Liu Xiaobo im Gefängnis sitzt. Womöglich werde sie am Sonntag die Gelegenheit bekommen, ihren Mann zu sehen und ihm von der Auszeichnung zu erzählen. Bisher ist unklar, ob Liu Xiaobo bereits von seiner Ehrung erfahren hat…

Bernhard Bartsch | 10. Oktober 2010 um 09:53 Uhr

 

Die Macht des Nobelpreises

Die Auszeichnung von Liu Xiaobo ist ein Gesichtsverlust für Pekings Kommunisten. Das chinesische Volk aber darf sich ermutigt fühlen und hat allen Respekt verdient.

Der Friedensnobelpreis ist zurück: Mit der Auszeichnung des chinesischen Demokratieaktivisten Liu Xiaobo haben die norwegischen Juroren die mutigste und beste Entscheidung seit langem gefällt. Nachdem sich das Komitee vergangenes Jahr nach der Ehrung von US-Präsident Barack Obama zu Recht die Frage gefallen lassen musste, welchen Sinn der Preis eigentlich noch habe, hat es sich diesmal auf die Macht besonnen, die in seinen besten Momenten von ihm ausgegangen ist. Der Nobelpreis kann nicht nur mehr oder weniger erfolgreiche Bemühungen belohnen, sondern selbst zum Katalysator für den Kampf um Menschenrechte, Freiheit und Frieden werden…

Bernhard Bartsch | 08. Oktober 2010 um 23:46 Uhr

 

Ein Preis wie Dynamit

Der Friedensnobelpreis für den Demokratieaktivisten Liu Xiaobo wird von Chinas kritischen Intellektuellen euphorisch gefeiert.

„Chinesen, dies ist der glücklichste Tag in den letzten 60 Jahren. Von heute an können wir in die Zukunft schauen.“ Mit dieser Twitter-Nachricht feierte der kritische Künstler Ai Weiwei am Freitag die Verleihung des Friedensnobelpreises an den derzeit inhaftierten Liu Xiaobo. „Danke Norwegen, du hast dem chinesischen Volk eine Chance für eine glänzende Zukunft beschert“, schrieb der Blogger Michael Anti und lud zum „Trinken bis zum Bankrott“ ein…

Bernhard Bartsch | 08. Oktober 2010 um 22:43 Uhr

 

Luft! Luft!

Chinakorrespondent ist ein Job mit hohem Gesundheitsrisiko. Schuld ist der Smog.

Meine Tochter hat Husten. Bestimmt ist es bloß ein gewöhnlicher Kleinkindinfekt, kein Grund, Sie, liebe Leser, damit zu behelligen. Aber wenn Sie in diesem Moment aus meinem Pekinger Bürofenster schauen könnten, würden Sie verstehen, warum mir das häusliche Röcheln und Rasseln auch bei der Arbeit noch in den Ohren klingt. Draußen ist Smog, nicht nur schlechte Luft, sondern einen dicker Drecknebel, den man riechen, schmecken und fühlen kann…

Bernhard Bartsch | 08. Oktober 2010 um 10:28 Uhr