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September, 2010 | Bernhard Bartsch

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US-Kongress macht gegen China mobil

Repräsentantenhaus will China mit Strafzöllen zur Yuan-Aufwertung zwingen.

Der US-Kongress sucht die Machtprobe mit Peking. Das Repräsentantenhaus stimmte mit großer Mehrheit für ein Gesetz, das Strafzölle gegen chinesische Waren ermöglichen soll. Damit soll die Volksrepublik gezwungen werden, ihren Yuan schnell und deutlich aufzuwerten…

Bernhard Bartsch | 30. September 2010 um 15:52 Uhr

 

Die Kraft der seltenen Erden

China setzt Exporte seltener Rohstoffe als diplomatisches Druckmittel gegen Japan ein. Ein Warnschuss für andere Länder: Auch Deutschland wäre erpressbar.

Am Dienstag waren die „Systemfehler” auf wundersame Weise behoben. Seit vergangenen Donnerstag hatte der chinesische Zoll Exporte von Seltenerdmetallen nach Japan blockiert – angeblich wegen technischer Probleme bei der Bearbeitung der Ausfuhrformulare, wie betroffene Firmen berichteten. Dass Peking und Tokio sich zeitgleich den schärfsten diplomatischen Schlagabtausch seit Jahren lieferten, stehe damit in keinerlei Verbindung, versicherten die chinesischen Behörden…

Bernhard Bartsch | 29. September 2010 um 09:01 Uhr

 

Nordkorea bleibt in Familienbesitz

Diktator Kim Jong-il regelt sein Erbe und sichert den Machterhalt des Klans gleich doppelt ab: Seine Schwester und sein jüngster Sohn erhalten hohe Ämter.

Und die große Neuigkeit ist: Nordkoreas Diktator Kim Jong-il bleibt Nordkoreas Diktator! So lässt sich zusammenfassen, was die nordkoreanischen Medien am Dienstag über den ersten Parteikongress seit dreißig Jahren berichteten. Seit dem Morgen hatte die Staatspresse das Volk darauf vorbereitet, dass es um 14 Uhr Ortszeit eine „bedeutsame Nachricht“ geben werde, und verkündete dann, der „Geliebte Führer“ General Kim Jong-il sei von der Arbeiterpartei „unter einem Beifallssturm erneut als Generalsekretär nominiert worden“…

Bernhard Bartsch | 28. September 2010 um 15:36 Uhr

 

Bessere Menschen

China könnte so schön sein – wenn sein Volk nur von höherer Qualität wäre. Klingt rassistisch? Ist aber offizielle chinesische Politik.

Neulich erst wieder, beim Tee mit Cui Weiping. Cui ist eine feinfühlige Pekinger Kulturwissenschaftlerin, die in ihrer Freizeit einen furchtlosen Blog über Chinas soziale Missstände schreibt. Wir hatten über die Macht des Internets gesprochen, durch das heute jeder Chinese alles Wissen der Welt mit den Fingerspitzen erreichen kann. „Es ist relativ einfach, die staatliche Zensur auszutricksen“, sagte Cui. „Man braucht nicht einmal besondere Computerkenntnisse – man muss es nur wollen.“ Aber wollen die Chinesen es denn?…

Bernhard Bartsch | 27. September 2010 um 16:33 Uhr

 

Diktator 3.0

Nordkoreas designierter Machthaber Kim Jong-un ist für das Ausland ein Phantom.

Sein Bild geht um die Welt, obwohl niemand sicher sein kann, dass es ihn tatsächlich zeigt: Kim Jong-un, der jüngste Sohn von Nordkoreas Diktator Kim Jong-il, gilt als designierter Nachfolger seines Vaters – und damit auch als Machterbe seines 1994 verstorbenen Großvaters Kim Il-sung. Doch für internationale Beobachter ist er ein Phantom. Alles, was über ihn bekannt ist, beruht mehr auf Gerüchten als auf gesicherten Erkenntnissen…

Bernhard Bartsch | 27. September 2010 um 16:16 Uhr

 

Das Testament des Tyrannen

Nordkorea beruft den größten Parteikongress seit drei Jahrzehnten ein. Wahrscheinlich soll er den jüngsten Sohn von Kim Jong-il zum Machterben küren.

Angaben über Nordkorea sind immer ohne Gewähr. Auf jede richtige Meldung kommen mindestens zwei falsche, sagen Experten. Schließlich hat das Ausland zu Pjöngjangs Nomenklatura so gut wie keine direkten Verbindungen, und angesichts des anhaltenden Kriegszustands mit Südkorea wird das politische Spiel mit Informationen und Desinformationen so lebhaft betrieben wie einst im Kalten Krieg. Obwohl die internationalen Nordkorea-Beobachter in den vergangenen Wochen mehrfach falsch gelegen haben, glauben sie nun, endlich wieder einen Treffer gelandet zu haben…

Bernhard Bartsch | 27. September 2010 um 16:12 Uhr

 

Chinas Filz

Immer mehr Chinesen werden reich. Bekennen will sich jedoch kaum jemand zu seinem Vermögen. Denn häufig ist der Wohlstand auf Korruption gebaut.

Bill Gates und Warren Buffett sind es nicht gewohnt, dass man sie meidet. Doch wenn der Software-Pate und der Investment-Guru diese Woche in Peking Superreiche für ihre Idee zu gewinnen versuchen, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden, müssen sie keinen Ballsaal mieten. Nur wenige der Eingeladenen haben ihr Kommen angemeldet. Nicht dass es China an Reichen mangeln würde. Laut dem US-Magazin «Forbes» gibt es 64 chinesische Dollar-Milliardäre sowie mehrere hunderttausend Millionäre. Doch chinesische Wohlhabende bekennen sich nur ungern zu ihrem Geld. Denn Wirtschaft und Politik sind in China enger verbunden, als die Öffentlichkeit wissen soll…

Bernhard Bartsch | 26. September 2010 um 16:18 Uhr

 

Gesund schlemmen

Die OECD legt eine neue Studie vor und konstatiert: Fettleibigkeit ist zur Volkskrankheit geworden. Fast jeder Zweite ist zu dick, jeder Sechste adipös.

Japaner müsste man sein, oder Südkoreaner: Dann würde man sich gesund ernähren, ohne auf etwas zu verzichten zu müssen. Diesen Schluss legt die Übergewichtsstudie „Fit not fat“ der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nahe. In keinem der 33 OECD-Staaten findet man weniger übergewichtige Menschen als in Ostasien…

Bernhard Bartsch | 23. September 2010 um 16:22 Uhr

 

Tunnel der Freundschaft

Südkorea plant unterirdische Verbindungen nach Japan und China und hofft nicht nur auf räumliche Annäherung

Ostasien will zusammenwachsen. Ein 220 Kilometer langer Eisenbahntunnel unter dem Meeresboden könnte künftig die südkoreanische Hafenstadt Busan mit dem japanischen Fukuoka verbinden. Sogar eine 350 Kilometer lange Röhre von der südkoreanischen Westküste in die chinesische Hafenstadt Weihai wird geprüft…

Bernhard Bartsch | 21. September 2010 um 16:25 Uhr

 

Flug in die Freiheit

Der regimekritische Autor Liao Yiwu durfte erstmals aus China ausreisen. Unser Korrespondent hat ihn von Chengdu nach Berlin begleitet.

Der Gang durch die Passkontrolle ist so einfach, dass es geradezu an Spott grenzt. Mit einem kurzen Blick vergleicht die junge Polizistin das Foto mit dem Mann, der an ihrem Schalter steht und versucht, die Ruhe selbst zu sein. „So viele Auslandsvisa, aber noch nie ausgereist“, bemerkt die Beamtin, während sie durch den Ausweis blättert. „Keine Zeit gehabt“, entgegnet Liao Yiwu und lacht. Die Polizistin zückt ihren Stempel und eine blinkende Leuchtanzeige fragt den Reisenden, ob er mit der Bearbeitungsgeschwindigkeit zufrieden ist. „Sehr zufrieden“, drückt Liao. Dabei hat seine Abfertigung mehr als ein Jahrzehnt gedauert. Es ist ein Uhr nachts, nur noch wenige Passagiere schleichen müde durch die Hallen des Pekinger Flughafens. Nur einer scheint sich keinen Ort vorstellen zu können, wo er jetzt lieber wäre…

Bernhard Bartsch | 16. September 2010 um 06:35 Uhr

 

Geostrategie im Hörsaal

Zehntausende Studenten aus Drittweltländern erhalten ihre Ausbildung an Chinas Universitäten. Peking will so die Eliten der Entwicklungsländer an sich binden.

In Maos Schatten lässt sich gut lernen. Mit einem Stapel Bücher hat sich Bakary Coulibaly am Fuß des steinernen Steuermanns niedergelassen, der würdevoll über den Campus der Pekinger Universität für Post und Kommunikationswissenschaften winkt. „Hier ist es am ruhigsten“, sagt der 26-Jährige. „Die Chinesen setzen sich nicht gern ins Freie, weil sie Angst vor der Sonne haben.“ Wenigstens in dieser Hinsicht ist der Student aus dem westafrikanischen Mali seinen Kommilitonen überlegen…

Bernhard Bartsch | 14. September 2010 um 11:54 Uhr

 

Seekonflikt eskaliert

Peking bestellt im Fischkutter-Streit zum vierten Mal den japanischen Botschafter ein. Der Konflikt wird für beide Regierungen zum außenpolitischen Testfall.

„Diplomatie ist die Kunst, so lange ‚guter Hund’ zu sagen, bis man einen Stein gefunden hat“, besagt ein alter Diplomatenwitz. Pekings Außenpolitiker machen derzeit jedoch keinen Hehl daraus, dass sie ihren japanischen Kollegen lieber mit Steinen als mit ruhigen Worten begegnen würden: In tiefster Nacht ließ Chinas oberster Diplomat, Staatsrat Dai Bingguo, am Sonntag den japanischen Botschafter einbestellen…

Bernhard Bartsch | 12. September 2010 um 13:10 Uhr

 

Gerhard Schröder lässt grüßen

Deutschlands Exportboom ist großteils „Made in China“, doch die Chinesen wollen selbst Hochtechnologiestandorte aufbauen. Ein Besuch in der Autostadt Chanchun.

Die deutsche Flagge hängt verkehrt herum. Gold-rot-schwarz flattert sie vor dem „Grandhotel Neues Jahrhundert“ im nordchinesischen Changchun. Ein kleines Missgeschick, eigentlich kaum der Rede wert, würde es nicht so gut zum Anlass passen. Die Industriestadt will die Autowelt auf den Kopf stellen und mit ihrem ersten „Gipfel von Changchun“ ihren Anspruch als internationales Zentrum der Fahrzeugbranche anmelden…

Bernhard Bartsch | 11. September 2010 um 13:04 Uhr

 

Der Vorträumer

China feiert einen behindrten jungen Mann, der mit den Füßen Klavier spielt – weil er sich von der Realität nicht seine Träume verderben ließ.

In China geht es derzeit zu wie während der Fußball-WM. „Wo schaust du die nächste Runde“, fragen sich sie Leute, „zu Hause oder in einer Bar?“ Gemeint ist der kommende Sonntagabend, die neue Folge von „China’s Got Talent“ und der zweite Auftritt von Chinas neuestem Volkshelden: Liu Wei. Der Held ist 23, schmal und trägt eine breitrandige Brille. Er hat die Strubbelfrisur chinesischer Popstars und auch das dazugehörige Lachen…

Bernhard Bartsch | 10. September 2010 um 03:23 Uhr

 

Nette Nachbarn

China empfängt Burmas Militärherrscher und unterstützt die Junta bereitwillig bei ihrer Wahlkampffarce. Der Dank ist wirtschaftlicher Natur.

General Than Shwe reist nicht viel. Nur wenigen Staaten ist der 77-Jährige Anführer der burmesischen Militärjunta ein willkommener Gast. Umso ausgiebiger zelebriert der Militärherrscher den formvollendeten Empfang, den ihm dieser Tage die Volksrepublik China bereitet. Von der militärischen Ehrengarde übers Staatsbankett bis zum medialen Trommelwirbel bietet Peking alles auf, um der 34-köpfigen Delegation Respekt zu erweisen…

Bernhard Bartsch | 09. September 2010 um 03:15 Uhr