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Juli, 2010 | Bernhard Bartsch

Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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Wicht-Ich

Von wegen kleine Rädchen und blaue Ameisen: Die Chinesen sind heute ein Volk von VIPs.

Ich bin ja so wichtig. Mein Geldbeutel platzt vor VIP-Karten, und zuhause habe ich noch eine halbe Schublade voll. Ich bin VIP in einem guten dutzend Restaurants, fünf Coffeeshops, drei Supermärkten, zwei Elektroläden und bei meinem Gemüsehändler. Nicht, dass ich mir etwas darauf einbilden würde. „Very important person“ ist heute in China jeder…

Bernhard Bartsch | 27. Juli 2010 um 15:31 Uhr

 

Oktopus Paul wird in China zum Filmstar

Die Geschichte von Deutschlands Fußball-Orakel kommt im August in Chinas Kinos. Die Hauptrolle in „Tötet Krake Paul“ spielt ein chinesischer Artgenosse.

Oktopus Paul wird in China zum Filmstar. Schon Ende August soll die Geschichte des Fußballorakels aus dem Oberhausener Sea Life Centre in die chinesischen Kinos kommen, erklärte die Produzentin Song Ping. „Die Oktopusszenen werden in den kommenden Tagen in den Pekinger Filmstudios gedreht“, sagte Song. Die Hauptrolle in der Krimikomödie mit dem Titel „Tötet Krake Paul“ übernimmt jedoch ein chinesischer Artgenosse. „Wir hätten gerne den echten Paul gehabt, aber es hat nicht geklappt“, so Song…

Bernhard Bartsch | 23. Juli 2010 um 14:23 Uhr

 

Zwölf Fäuste für den Frieden

Sechs chinesische Polizisten haben versehentlich die Frau ihres Chefs krankenhausreif geschlagen und so eine Diskussion über staatliche Willkür entfacht.

Sechzehn Minuten sind eine lange Zeit. Wenn man misshandelt wird, sind 16 Minuten eine Ewigkeit. Bei Profiboxkämpfen werden in sechzehn Minuten volle vier Runden absolviert, inklusive Pausen. Doch für Chen Yulian gab es keine Unterbrechung. Sechzehn Minuten lang wurde die 58-Jährige am Eingangstor der Provinzzentrale der Kommunistischen Partei im zentralchinesischen Wuhan von sechs Polizisten geschlagen, getreten und beschimpft, bis sie in Ohnmacht fiel. Zweifel an ihrem Verhalten befiel die Aggressoren erst, als man ihnen später mitteilte, wen sie da malträtiert hatten: nicht etwa irgendeine hilflose ältere Dame, sondern die Ehefrau eines hohen Vorgesetzten…

Bernhard Bartsch | 22. Juli 2010 um 02:28 Uhr

 

Die Meinungsfreiheit der Krake Paul

Chinas Medien geben Angela Merkel nach ihrem Staatsbesuch gute Noten.

So gute Presse hätte Angela Merkel in Deutschland zweifellos auch gerne: Nach ihrer jüngsten Chinareise überbieten sich die Medien der Volksrepublik gegenseitig in Lobeshymnen auf die deutsche Bundeskanzlerin. „China und Deutschland verbringen wieder Flitterwochen zusammen“, titelte die Finanzzeitung „Guoji Jinrong Bao“…

Bernhard Bartsch | 19. Juli 2010 um 04:34 Uhr

 

Chinesische Tonleiter

Angela Merkel wählt in China die richtigen Worte – doch ganz ohne Dissonanzen geht es nicht.

Der Moment, den alle gefürchtet haben, kommt am Samstagvormittag kurz vor halb elf. Über eine Stunde sitzen Kanzlerin Angela Merkel und Chinas Premier Wen Jiabao schon auf unbequemen Antikmöbeln im „Pavillon der Purpurnen Wolke“ in der alten Kaiserstadt Xian und beantworten Fragen deutscher und chinesischer Unternehmern. Die Stimmung ist gelöst, besonders auf chinesischer Seite. Unter Gelächter hat der Großreeder Wei Jiafu Merkel gefragt, warum der Ausbau des Hamburger Hafens nicht vorankomme – in der Volksrepublik ist man an ein strafferes Entwicklungstempo gewöhnt. Der Werkzeugfabrikant Xiang Wenbo hat ebenfalls für Heiterkeit gesorgt, als er forderte, chinesischen Investoren in Deutschland Sondervergünstigungen einzuräumen…

Bernhard Bartsch | 18. Juli 2010 um 02:08 Uhr

 

„China steckt fest“

Angela Merkel hat sich mit vier Mitgliedern der Zivilgesellschaft getroffen. Der Jurist He Weifang erzählt, was er der deutschen Kanzlerin über China erklärt hat.

Bernhard Bartsch: Herr He, Sie haben in Peking die deutsche Bundeskanzlerin getroffen. Was haben Sie ihr über China erzählt?

He Weifang: Wir haben über Menschenrechte, Pressefreiheit, das Rechtssystem und Internetzensur gesprochen. Ich habe Kanzlerin Merkel vorgeschlagen, dass sie chinesische Politiker bei Deutschlandbesuchen einmal zum Bundesverfassungsgericht führen sollte, damit sie verstehen, wie eine unabhängige Justiz funktioniert. Außerdem können die Deutschen den Chinesen zeigen, dass es sich wirklich lohnt, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten und daraus zu lernen…

Bernhard Bartsch | 16. Juli 2010 um 20:46 Uhr

 

Hand in Hand

Angela Merkel bemüht sich in China, der deutschen Wirtschaft Türen zu öffnen. Die Achse Berlin-Peking soll ein Garant globaler Stabilität werden.

Was für ein Tag, um für deutsche Umwelttechnologie zu werben: Zum Auftakt von Angela Merkels Staatsbesuch war Chinas Hauptstadt am Donnerstag in derart dicken Smog gehüllt, dass Pekings Protokollbeamte das militärische Begrüßungsritual vom Platz des Himmlischen Friedens in die Marmorhallen der Großen Halle des Volkes verlegen mussten…

Bernhard Bartsch | 16. Juli 2010 um 15:44 Uhr

 

Bauern an der Börse

Chinesische Landwirtschaftssparkasse absolviert größten Börsengang der Welt. Ihre Investoren wetten auf die Entwicklung in den ländlichen Gebieten.

Die Agricultural Bank of China (ABC) hat am Donnerstag den ersten Teil des größten Börsengangs der Geschichte absolviert. In Shanghai wurde der chinesische Teil des Aktienpakets zum Handel freigegeben, am Freitag soll in Hongkong die internationale Tranche folgen. Damit dürfte Chinas drittgrößte Bank rund 23 Milliarden US-Dollar einnehmen…

Bernhard Bartsch | 15. Juli 2010 um 15:30 Uhr

 

Abwarten und Tee trinken

Wie man mit traditioneller chinesischer Medizin die Sommerhitze bekämpft.

Wie würde ich den Sommer überleben ohne Vivian Mak? Eigentlich war ich aus Angst vor Vivians Verkaufstalent fest entschlossen, ihr Hongkonger Teehaus “Mingcha” erst nach der nächsten Beerdigung einer reichen Tante wieder zu besuchen. Doch dann musste ich kürzlich in ihrer Nachbarschaft zwei Stunden totschlagen, die Luft glühte bei knapp vierzig Grad und sehnte mich nach einem Ort mit Klimaanlage. „Aber was ist schon eine Klimaanlage gegen grünen Tee?”, begrüßte mich Vivian…

Bernhard Bartsch | 13. Juli 2010 um 13:15 Uhr

 

Japan plagt die Abstiegsangst

Die Regierung des Inselreichs verliert ihre Mehrheit.

Sie wollten sein wie Barack Obama – und wurden es mehr, als ihnen lieb ist: Japans Demokraten (DPJ), die mit dem Versprechen eines grundlegenden Systemwechsels einen historischen Wahlsieg errangen, stehen wie der US-Präsident mit dem Rücken zur Wand. Bei der Oberhauswahl verlor die Regierung ihre Mehrheit in der zweiten Parlamentskammer und damit die Möglichkeit, ehrgeizige Reformvorhaben allein durchzusetzen. Das Votum ist ein unmissverständliches Zeichen, dass die Japaner den Neuanfang für gescheitert halten…

Bernhard Bartsch | 12. Juli 2010 um 08:44 Uhr

 

Neuer Babymilch-Skandal in China

Chinesische Molkerei entdeckt 38 Tonnen verseuchtes Milchpulver. Diskussionen besorgter Eltern im Internet werden blockiert.

Chinas Eltern machen sich wieder Sorgen um die Sicherheit von Babymilch: Zwei Jahre nach dem Skandal um verseuchte Kleinkindnahrung ist erneut Milchpulver aufgetaucht, das die Industriechemikalie Melamin enthält. 2008 waren daran 300.000 Babys an Nierensteinen erkrankt, mindestens sechs starben…

Bernhard Bartsch | 09. Juli 2010 um 13:04 Uhr

 

Der Ölprinz

Der taiwanesische Unternehmer Nobu Su will mit seinem Supertanker „A Whale“ das Öl im Golf von Mexiko einfangen.

Es soll ein klassischer Deus-ex-machina-Auftritt werden: Mitten in die Ratlosigkeit, wie der Deepwater-Horizon-Katastrophe im Golf von Mexiko beizukommen sein könnte, platzt der taiwanesische Unternehmer Nobu Su mit seiner Ankündigung, das ausgelaufene Öl wieder einfangen zu wollen: Sein umgebauter Supertanker „A Whale“ solle durch den Ölfilm fahren, „wie ein Rasenmäher durch Gras“ und durch zwölf Ansaugstutzen das Öl-Wasser-Gemisch aufsaugen…

Bernhard Bartsch | 05. Juli 2010 um 19:19 Uhr

 

Ein Land geht in die Stadt

Bis 2015 wird Chinas Bevölkerung um weitere 70 Millionen steigen – und erstmals mehrheitlich in der Stadt leben.

China liebt Superlative, doch sein berühmtester Spitzenwert ist mehr Last als Stolz: Die Chinesen sind das größte Volk der Welt – und ihre Zahl nimmt stetig zu. 2015 werden in der Volksrepublik 1,39 Milliarden Menschen leben, 70 Millionen mehr als heute…

Bernhard Bartsch | 04. Juli 2010 um 15:55 Uhr

 

China bereitet europäischen Firmen Sorgen

Seit der Finanzkrise ist China für europäische Unternehmen wichtiger als je zuvor – obwohl sie sich von der Regierung zunehmend diskriminiert fühlen.

Für europäische Unternehmen nimmt die Bedeutung des chinesischen Marktes weiter zu, obwohl sie sich zunehmend verzerrten Wettbewerbsbedingungen ausgesetzt sehen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der EU-Handelskammer unter ihren Mitgliedern…

Bernhard Bartsch | 02. Juli 2010 um 06:49 Uhr