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Juni, 2010 | Bernhard Bartsch

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Google sucht Kompromiss mit China

Google beantragt Lizenzverlängerung in China. Doch Peking hat dem Unternehmen den Zensurstreit nicht verziehen – und könnte Google.cn ganz abschalten.

Google sucht einen neuen Weg, seinen Streit mit der chinesischen Regierung beizulegen. Drei Monate nachdem der Internetkonzern aus Protest gegen Chinas Zensurvorschriften damit begonnen hatte, Suchanfragen von der chinesischen Website Google.cn automatisch an seinen unzensierten Hongkonger Dienst umzuleiten, hat das Unternehmen Peking eine Kompromisslösung vorgeschlagen…

Bernhard Bartsch | 30. Juni 2010 um 04:45 Uhr

 

Annäherung durch Handel

China und Taiwan unterzeichnen ein historisches Wirtschaftsabkommen. Kritiker sehen darin eine Gefahr für Taiwans politische Selbständigkeit.

China und Taiwan haben gestern ein wegweisendes Abkommen zur Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterschrieben. Der Vertrag, der offiziell den Titel „Wirtschaftliches Kooperations-Rahmenabkommen“ (ECFA) trägt und den Abbau von Zöllen für mehr als 800 Produktklassen vorsieht, stellt eine Art Freihandelsabkommen dar…

Bernhard Bartsch | 29. Juni 2010 um 16:42 Uhr

 

Nordkoreanische Zwickmühle

Die USA verlangen von China eine klare Position zum Abschuss des südkoreanischen Kriegsschiffes “Cheonan”. Doch Peking hat selbst nur wenig Handlungsspielraum.

Aus chinesischer Sicht ist es eine Ungeheuerlichkeit, was Barack Obama sich zum Abschluss des G-20-Gipfels erlaubt hat. „Es gibt einen Unterschied zwischen Zurückhaltung und bewusster Blindheit im Angesicht beständiger Probleme“, verurteilte der US-Präsident Chinas Politik gegenüber Nordkorea…

Bernhard Bartsch | 28. Juni 2010 um 04:39 Uhr

 

Der schwere Weg nach Hause

Nordkoreas Fußballer sollten für ihr Land Sympathiepunkte sammeln, doch sie ernteten nur Mitleid. Droht ihnen in ihrer Heimat nun das Arbeitslager?

Es ist einer dieser schwarzhumorigen Scherze, über die man in aller Unschuld lacht, weil man sich nicht vorstellen kann, dass ihre Absurdität bittere Realität sein könnte: Müssen Nordkoreas Fußballer nach ihrem Vorrunden-Aus und der 7:0-Blamage gegen Portugal bei ihrer Heimkehr mit Arbeitslager oder anderen Strafen rechnen? Viele WM-Zuschauer stellten sich spaßhaft diese Frage, in Internetforen war sie ein Running Gag. Dabei könnte sie den nordkoreanischen Mannschaftsmitgliedern allen Ernstes durch den Kopf gehen, wenn sie diese Woche in ihr abgeschottetes Land zurückreisen…

Bernhard Bartsch | 27. Juni 2010 um 19:09 Uhr

 

Der Walkampf geht weiter

Nach dem Scheitern einer neuen Walfangregelung sieht Japan sich als Opfer unvernünftiger Tierschützer. Doch diese halten mit Kritik ebensowenig zurück.

Nach der ergebnislos beendeten Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im marokkanischen Agadir versuchen die beteiligten Parteien einander die Verantwortung für das Scheitern einer neuen Walfang-Regelung zuzuschieben. Während Umweltschützer die Schuld vor allem bei Japan, der mit Abstand größten Walfangnation, sehen, bezeichnet Tokio die Forderung nach einem vollkommenen Fangverbot in antarktischen Gewässern seinerseits als „unverständlich“…

Bernhard Bartsch | 26. Juni 2010 um 21:56 Uhr

 

Koreanisches Theater

Vor 60 Jahren brach der Koreakrieg aus – und ist bis heute nicht beendet. Ein Besuch bei den US-Soldaten, die den Waffenstillstand am 38. Breitengrad sichern.

Das „Affenhaus“ bleibt heute leer. Die Spitzengardinen hinter den Fenstern der grauen Baracke sind zugezogen, die Türen versperrt ein Kettenschloss. „Manchmal schleichen sich die Nordkoreaner dort hinein und reißen plötzlich die Vorhänge auf, um uns den Vogel oder den Mittelfinger zu zeigen“, erklärt Sean Howard. „Aber wir ignorieren sie. Das hier ist kein Ort für Albereien: Jede Provokation könnte zu einem militärischen Zwischenfall führen.“…

Bernhard Bartsch | 25. Juni 2010 um 02:35 Uhr

 

Machtmittel Yuan

Hat Peking im Yuan-Streit dem Druck des Auslands nachgegeben?

Westliche Politiker und Wirtschaftsverbände werfen China seit Jahren vor, seinen Exporten auf dem Weltmarkt mit einem künstlich billigen Währungskurs unfaire Vorteile zu schaffen. Nun hoffen sie, die Volksrepublik endlich auf internationale Spielregeln verpflichten zu können: zu einer Währung, deren Kurs der Markt bestimmt, nicht die Regierung. Aus chinesischer Sicht stellt sich die Sache allerdings anders dar…

Bernhard Bartsch | 21. Juni 2010 um 01:44 Uhr

 

Peking dreht am Yuan

China gibt überraschend die Dollar-Bindung seiner Währung auf. Mit einer schnellen Aufwertung des Yuan ist trotzdem nicht zu rechnen.

Es könnte eine der wichtigsten wirtschaftspolitischen Entscheidungen des Jahres sein – und sie wurde verkündet wie ein behördlicher Formalakt: Am Samstagabend veröffentlichte Chinas Zentralbank auf ihrer Webseite eine Pressemeldung, deren Überschrift nur zur Hälfte lesbar war und lediglich durch das daneben blinkende Wort „new“ ins Auge fiel: „Weitere Reform des RMB-Wechselkursregimes und Weiterentwicklung der RMB-Wechselkursflexibilität“ lautete der nüchterne Titel…

Bernhard Bartsch | 20. Juni 2010 um 17:46 Uhr

 

Reicher Onkel China

Für Pekings Außenpolitiker hat die Sicherung von Rohstoffen höchste Priorität – auch wenn sie damit korrupten Regimen den Machterhalt sichern.

Es war beim Staatsbankett, die offiziellen Gespräche waren längst gelaufen, als Chinas Präsident Hu Jintao seinem Gast noch beiläufig eine wichtige diplomatische Botschaft mit auf den Weg gab. “Es gibt keine Alternative zu Hamid Karzai”, erklärte Hu Mitte Mai dem deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler, der in China seine letzte dienstliche Auslandsreise absolvierte…

Bernhard Bartsch | 16. Juni 2010 um 04:25 Uhr

 

„Die Partei muss sich der Realität stellen“

Der Arbeiterrechtler und ehemalige Tiananmen-Anführer Han Dongfang über Streiks in Chinas Fabriken, gehighjackte Gewerkschaften und das Vorbild Deutschland.

Bernhard Bartsch: Herr Han, nach den Streiks bei Honda und den Selbstmorden bei Foxconn gewinnt man den Eindruck, dass Chinas Arbeiter zunehmend unzufrieden werden. Stimmt das?

Han Dongfang: Zweifellos. In den meisten Fabriken sind die Löhne so niedrig, dass es einfach nicht weitergehen kann wie bisher. Das wird auch in China allgemein anerkannt. Die Medien schreiben immer häufiger über die Probleme in den Fabriken. Das führt dazu, dass die junge Arbeitergeneration, die ja mit dem Internet aufgewachsen ist, sehr gut über ihre Situation informiert ist. Sie kennt ihre Rechte und ist bereit, dafür zu kämpfen…

Bernhard Bartsch | 15. Juni 2010 um 14:25 Uhr

 

Der Zug fährt jetzt ab

Deutsche Bahntechnikhersteller hoffen auf das Chinageschäft. Doch die Chinesen wollen selbst Züge exportieren und werden zu ernstzunehmenden Konkurrenten.

China plant einen gewaltigen Ausbau seines Schienennetzes – und die Bahntechnikhersteller in Deutschland rechnen sich Chancen für neue Großaufträge aus. Mit Siemens Mobility und Bombardier Transportation haben zwei der weltgrößten Branchenunternehmen ihren Sitz in Deutschland…

Bernhard Bartsch | 14. Juni 2010 um 04:32 Uhr

 

Genug geschwitzt

Mit Streiks und Selbsttötungen erzwingen Chinas Fabrikangestellte höhere Löhne – denn die jungen Wanderarbeiter wollen besser leben als ihre Eltern.

Liu Zhiyi wurde ausgewählt, weil er einer von ihnen war: Mitte zwanzig, eine gute Ausbildung in der Tasche und große Pläne im Kopf. Niemand konnte Verdacht schöpfen, als er sich im April als Fabrikarbeiter bei Foxconn bewarb, einer südchinesischen Computerfabrik, die unter anderem Apples iPhone produziert. Es ist jene Foxconn, die unlängst wegen einer Serie von Selbsttötungen in die Schlagzeilen geraten war. „Jeden Tag kommen tausende junge Leute, um eine Stelle zu finden und Träumen hinterherzujagen, die sie nie verwirklichen können“, schrieb Liu, als er nach 28 Tagen an seinen eigentlichen Arbeitsplatz zurückkehrte: in die Redaktion der „Nanfang Zhoumo“…

Bernhard Bartsch | 09. Juni 2010 um 03:37 Uhr

 

Sturm der fliegenden Pferde

Nordkorea nimmt erstmals seit 44 Jahren an der Fußballweltmeisterschaft teil. Die Spieler sollen nicht nur sportlich, sondern auch politisch punkten.

Sie nennen sich „Chollima“, die „fliegenden Pferde“, und nichts weniger als übernatürliche Fähigkeiten werden sie brauchen, um bei der Fußballweltmeisterschaft so aufzutreten, wie sie es sich wünschen: Nordkoreas Nationalspieler treten in Südafrika nicht nur im sportlichen Wettbewerb an, sondern soll auch im politischen. Sie sollen das miserable Image ihrer Heimat aufpolieren und ihrem „Geliebten Führer“ Kim Jong-il wenn schon nicht den Pokal, so doch wenigstens viele Sympathiepunkte mit nach Hause bringen…

Bernhard Bartsch | 08. Juni 2010 um 16:37 Uhr

 

Kim baut um

Nordkorea formt sein Kabinett um. Womöglich will Diktator Kim Jong-il so die Nachfolge seines Sohnes sichern.

Wenn Nordkoreas Medien von Autounfällen berichten, werden ausländische Beobachter stets hellhörig. Obwohl auf den Straßen des abgeschotteten und verarmten Landes nur wenige Fahrzeuge fahren, begründet Pjöngjang das Verschwinden prominenter Personen auffällig häufig mit Verkehrsunglücken, etwa den Tod mehrerer gekidnappter Japaner. Nun ist es Ri Je-gang, der 80-jährige Vize-Direktor des Zentralkomitees der Arbeiterpartei, der vergangenen Mittwoch in tiefer Nacht bei einer Karambolage gestorben sein soll…

Bernhard Bartsch | 07. Juni 2010 um 16:32 Uhr

 

Döner mit Stäbchen

Iyad Mansour kam als 14-Jähriger aus Palästina nach Tokio. Von seinem Naturell können die Japaner manches abschauen.

Es gibt auf der Welt nicht viele Dönerbuden, in denen Essstäbchen auf den Tischen liegen. Die Globalisierung ist eben doch noch nicht so weit fortgeschritten, wie es immer heißt. „Eigentlich sind Stäbchen zum Kebabessen ziemlich praktisch“, sagt Iyad Mansour. „Ein richtiger Döner muss nämlich so dick sein, dass man ihn erst in den Mund kriegt, wenn man ein paar Fleischstücke herausgepickt hat.“ Und die Moral weiß er ohnehin auf seiner Seite. Denn wie sollte auf diesem zerstrittenen Planeten jemals Frieden herrschen, wenn ein Palästinenser nachts um zwei in einem Rotlichtviertel in der Tokioter Vorstadt auf dem kulturell korrekten Verzehr von gefüllten Teigtaschen bestünde?…

Bernhard Bartsch | 07. Juni 2010 um 07:32 Uhr