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Mai, 2010 | Bernhard Bartsch

Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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Tragischer Arbeitskampf

Bei Foxconn, dem größten Computerhersteller der Welt, haben sich seit Jahresbeginn zehn Arbeiter umgebracht. Großkunden wie Apple und Dell werden nervös.

Es ist ein ungewöhnlicher und tragischer Arbeitskampf, der sich derzeit in der südchinesischen Industriemetropole Shenzhen abspielt. Nachdem sich seit Jahresbeginn zehn Mitarbeiter des Computerhersteller Foxconn das Leben genommen haben, hat der Konzern der Belegschaft eine Lohnerhöhung von zwanzig Prozent versprochen. Die taiwanesischen Eigentümer wollen so das unter ihren Angestellten offenbar weit verbreitete Gefühl von Perspektivlosigkeit bekämpfen – und ihr eigenes Image retten…

Bernhard Bartsch | 28. Mai 2010 um 04:33 Uhr

 

Kommunistische Stiefbrüder

China gilt als Nordkoreas einziger Verbündeter. Doch die sozialistische Brudertreue ist erfüllt von Misstrauen.

Nordkorea und China seien wie „Lippen und Zähne“, beschrieb einst Mao Zedong die Beziehung der kommunistischen Bruderstaaten. Heute scheint es jedoch eher, als beiße sich China mit den Zähnen auf die Lippen: So sehr beide Länder auch nach außen ihre Freundschaft beschwören, so sehr ist das Verhältnis von wachsendem Misstrauen geprägt.

Bernhard Bartsch | 27. Mai 2010 um 04:36 Uhr

 

„China hat keinen Hebel, nur einen Hammer“

Nordkorea-Spezialist Andrei Lankov über Pekings Einfluss in Pjöngjang und Szenarien für einen Regimewechsel.

Bernhard Bartsch: Professor Lankov, die Lage auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich zu. China gilt als das einzige Land, das auf Pjöngjang Druck ausüben könnte.

Andrei Lankov: Der Einfluss ist gering. Niemand hat einen Hebel, mit dem sich die nordkoreanische Politik in die eine oder andere Richtung steuern ließe, nicht einmal die Chinesen. Allerdings haben sie so etwas wie einen Hammer: Wenn sie den Handel und ihre finanzielle Unterstützung für Nordkorea kappen würden, wäre das für Kim Jong Il ein existenzieller Schlag. Aber im Moment ist noch nicht absehbar, dass die Chinesen ihren Hammer hervorholen würden…

Bernhard Bartsch | 27. Mai 2010 um 04:20 Uhr

 

Dalai Lama zwitschert mit Chinesen

Tibetisches Religionsoberhaupt spricht per Twitter mit Chinas Internetgemeinde über Demokratie, Reinkarnation und die Kommunistische Partei.

Das Internet macht’s möglich: Der Dalai Lama hat sich erstmals direkt mit Chinesen in der Volksrepublik unterhalten – in einem Onlinechat. Eine Stunde lang beantwortete der im Exil lebende tibetische Religionsführer am Freitagabend Fragen chinesischer Internetbenutzer über Demokratie, Reinkarnation und die Kommunistische Partei…

Bernhard Bartsch | 22. Mai 2010 um 17:40 Uhr

 

Dreist gewinnt

Warum Nordkorea es sich erlauben kann, südkoreanische Schiffe zu versenken.

Militärische Aufklärungsberichte sind stets mit Vorsicht zu genießen. Doch im Fall des Untergangs der südkoreanischen Korvette „Cheonan“ gibt es wenig Grund, an Seouls Untersuchungsergebnissen zu zweifeln: 46 Matrosen sind Opfer eines nordkoreanischen Torpedoangriffs geworden. Warum die unvermittelte Provokation?

Bernhard Bartsch | 20. Mai 2010 um 14:42 Uhr

 

Pjöngjang droht mit „totalem Krieg“

Nordkorea hat ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt – und bezeichnet das Untersuchungsergebnis nun seinerseits als Provokation.

Südkorea macht den Vorwurf gegen Nordkorea offiziell: Das Land soll an der innerkoreanischen Grenze den schwersten militärischen Zwischenfall seit 57 Jahren verursacht haben. Ein nordkoreanisches U-Boot soll am 26. März einen Torpedo auf das südkoreanische Patrouilleschiff „Cheonan“ abgeschossen und die Korvette versenkt haben. 46 Besatzungsmitglieder starben…

Bernhard Bartsch | 20. Mai 2010 um 14:27 Uhr

 

Gefährliche Missionen

Südkoreas Christen gelten als die hartnäckigsten Missionare der Welt. Doch die Methoden der Seelensammler sind umstritten und politisch problematisch.

Vergangenen September schmuggelte Peter Chung neun nordkoreanische Flüchtlinge aus China nach Vietnam. „Ich hatte im Grenzgebiet eine Stelle ausfindig gemacht, die nicht bewacht wird“, erzählt der Südkoreaner. „Trotzdem war es ein gefährliches Unterfangen und wir hatten alle große Angst.“ Nachdem er seine Schützlinge auf vietnamesischer Seite an einen Vertrauensmann übergeben hatte, wanderte er alleine zurück nach China…

Bernhard Bartsch | 18. Mai 2010 um 14:51 Uhr

 

Die Rache der Verlierer

An chinesischen Schulen hat es in zwei Monaten sechs Amokläufe gegeben. Nun rätselt das Land, was hinter der plötzlichen Gewaltbereitschaft steckt.

Der Polizist will gesehen werden. Demonstrativ marschiert der Beamte in der blauen Uniform vor dem Xinyuanli-Kindergarten im Pekinger Stadtteil Chaoyang auf und ab. „Wir haben jetzt von morgens bis abends Polizeischutz“, erklärt eine Erzieherin den Eltern, die an diesem Abend vor dem Tor auf ihre Kinder warten. „Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.“ Ein wenig Misstrauen liegt dennoch in der Luft…

Bernhard Bartsch | 17. Mai 2010 um 14:44 Uhr

 

Koreanische Fußball-Diplomatie

Militärisches Foul, politischer Elfmeter: Nordkoreas erste WM-Teilnahme seit 44 Jahren wird zum diplomatischen Duell zwischen Seoul und Pjöngjang.

Das Runde muss ins Eckige – vor diesem Gesetz sind alle Fußballer gleich. Doch wenige Wochen bevor Nordkoreas Kicker zum ersten Mal seit 44 Jahren bei einer Weltmeisterschaft den Ball im gegnerischen Tor versenken könnten, bereitet ihren Landsleuten ein anderes Rechteck Probleme: Bisher ist unklar, wie das südafrikanische Fußballfest ins nordkoreanische Fernsehen kommen soll…

Bernhard Bartsch | 14. Mai 2010 um 14:28 Uhr

 

Kims Kaffeesatz

Nach Kim Jong-ils China-Reise ist Nordkoreas Zukunft so ungewiss wie vorher. Doch Pekings politischer Rückendeckung kann sich der Diktator weiterhin sicher sein.

Sehr lang war es ein schlecht gehütetes Geheimnis, nun ist es offiziell: Nordkoreas Diktator Kim Jong-il hat diese Woche die Volksrepublik China bereist. Kurz nachdem der Sonderzug des „Geliebten Führers“ gestern wieder die nordkoreanische Grenze überquert hatte, berichtete Chinas Nachrichtenagentur Xinhua von der Visite. Über den Zweck von Kims Reise und den Inhalt seiner Treffen mit Chinas Führung herrscht jedoch weiterhin Rätselraten…

Bernhard Bartsch | 08. Mai 2010 um 14:31 Uhr

 

Das schmutzige Geheimnis der Expo

Die Schanghaier Weltausstellung will zum Vorbild für Umweltschutz werden. Die Weltausstellung verursacht aber selbst Unmengen von Abfall.

«Bessere Stadt, besseres Leben», lautet das Motto der Schanghaier Weltausstellung. Sie soll ein Vorbild an Umweltfreundlichkeit werden, doch sie hat ein schmutziges Geheimnis: Die Expo produziert selbst Unmengen Müll. Durchschnittlich 280 Gramm Abfall dürfte jeder Besucher hinterlassen, erwarten die Organisatoren…

Bernhard Bartsch | 05. Mai 2010 um 14:36 Uhr

 

Freund Frech

Han Han ist Rennfahrer und Blogger, und bei Chinas Studenten ist er Kult. Er spottet über alles, was der Partei heilig ist.

Der Star mag Steaks. „Wer sein Fleisch nicht schafft, kann es mir geben“, sagt Han Han kauend und grinst auffordernd in die Runde, worauf seine junge Assistentin prompt erklärt, eigentlich ohnehin nicht hungrig zu sein. Es ist Mittagszeit, und Chinas berühmtester Rennfahrer wartet seit Stunden im Garagentrakt der Schanghaier Formel-1-Strecke auf sein Fahrzeug. Der Autotransporter steht im Stau. Würde vor der Tür nicht ein Pulk junger Mädchen lauern, könnte er jetzt mit seinen Teamkollegen auf dem Parkplatz Fußball spielen, aber so geht er nur ab und zu nach draußen, um eine neue Ladung Kuscheltiere und Bastelarbeiten entgegenzunehmen. „Ist das nicht süß?“, sagt er…

Bernhard Bartsch | 03. Mai 2010 um 06:04 Uhr