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Dezember, 2009 | Bernhard Bartsch

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Zeichen der Schwäche

Mit der Hinrichtung des Briten Akmal Shaikh will China Härte beweisen. Doch hinter der nationalistischen Kraftmeierei steckt ein schwaches System. Ein Kommentar.

Im Milliardenreich China, so heißt es, ist ein einzelnes Menschenleben nicht viel wert. Dass hinter dem Spruch mehr als ein Klischee steckt, hat die Pekinger Regierung wieder einmal bewiesen. Die Hinrichtung des mutmaßlichen britischen Drogenhändlers Akmal Shaikh ist ein Menschenopfer aus politischem Kalkül…

Bernhard Bartsch | 30. Dezember 2009 um 10:15 Uhr

 

Keine Gnade

Peking lässt Briten wegen Drogenhandels hinrichten – trotz diplomatischer Proteste und Zweifeln am Geisteszustand des Verurteilten.

Trotz eines fragwürdigen Gerichtsverfahrens und internationaler Proteste ist am Dienstag in China ein 53-jähriger Brite hingerichtet worden. Nach Angaben der britischen Botschaft in Peking wurde Akmal Shaikh in Urumqi, der Hauptstadt der westchinesischen Provinz Xinjiang, mit einer Giftspritze getötet. Shaikh war 2007 mit vier Kilogramm Heroin festgenommen worden…

Bernhard Bartsch | 30. Dezember 2009 um 10:11 Uhr

 

Gütesiegel statt Warnsignal

Die Volksrepublik steigt zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht auf, aber das Image von „Made in China“ bleibt schlecht. Eine Werbekampagne soll das ändern.

So irrt man sich gerne: Chinas Staatsstatistiker haben herausgefunden, dass sie die Wirtschaftskraft ihres Landes bisher stark unterschätzt haben. Die Rechnerei könnte es China erlauben, den Ausklang des Krisenjahrs als epochales Erfolgserlebnis zu feiern…

Bernhard Bartsch | 28. Dezember 2009 um 18:59 Uhr

 

Signal der Härte

Chinas Justiz verurteilt den Bürgerrechtler Liu Xiaobo zu elf Jahren Haft – eine Demonstration der Unerbittlichkeit.

„China hat viele Gesetze, aber keine Rechtsstaatlichkeit“, lautet einer der Sätze, den der Pekinger Literaturprofessor Liu Xiaobo im vergangenen Herbst in seiner „Charta 08“ formulierte. Das Demokratie-Manifest sollte Chinas Intellektuelle aufrütteln und eine Debatte über politische Reformen ins Leben rufen. Zur Strafe lässt die Kommunistische Partei den 53-jährigen Querdenker nun gnadenlos spüren, wie recht er mit seinem Vorwurf hat: In einem Schnellverfahren wurde Liu wegen „Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt“ zu elf Jahren Haft verurteilt…

Bernhard Bartsch | 25. Dezember 2009 um 18:36 Uhr

 

Volvo und Saab werden chinesisch

Asiatische Unternehmen erlangen Kontrolle über große Teile von Schwedens Autoindustrie.

Schwedens Automobilindustrie wird chinesisch: Sowohl Volvo als auch Teile von Saab werden künftig unter der Kontrolle chinesischer Automobilkonzerne stehen – verkauft von den US-Giganten Ford und GM, die mit ihren schwedischen Töchtern nicht zurecht kamen. Volvos US-Mutterkonzern Ford erklärte, dass ein Verkauf an den privaten chinesischen Fahrzeughersteller Geely weitgehend ausgehandelt sei…

Bernhard Bartsch | 24. Dezember 2009 um 19:00 Uhr

 

Morgen kommt der Weihnachtsgreis

Auch die Chinesen haben Weihnachten mittlerweile in ihren Jahreskalender aufgenommen – als exotisches Konsumfest.

Was es mit den Adventskränzen auf sich hat, ist Frau Zhou bis heute ein Rätsel. Aber was soll’s, solange man damit Geld verdienen kann. Vor drei Jahren entdeckte die Blumenhändlerin im Pekinger Stadtteil Chaoyang, wo viele Europäer und Amerikaner leben, dass einige Konkurrenten Nadelzweigkränze mit Schleifen und Kerzen ins Angebot genommen hatten. „Also habe ich auch begonnen, solche Kränze zu binden“, erzählt die Floristin. Doch seltsamerweise blieb sie auf ihren Gewinden sitzen. Erst nach einigen Wochen wurde Zhou auf ihren Fehler aufmerksam gemacht…

Bernhard Bartsch | 23. Dezember 2009 um 18:39 Uhr

 

Hampelmanns Heimat

Holzspielzeug gilt als ökologisch korrekt und pädagogisch wertvoll. Der Großteil kommt aus chinesischer Billigproduktion.

Arbeiterin in der Firma HexinLiu Diandians Lieblingsspielzeug ist ein grüner Traktor aus Holz. „Den hat meine Mama für mich geklaut“, verrät die Siebenjährige stolz. Sie hockt zwischen zugeknoteten Plastiktüten und leeren Bierflaschen auf dem Boden und lässt den kleinen Trecker zwischen Stuhl- und Tischbeinen Slalom fahren. Der Traktor, ein abgewetzter Stoffigel und drei dünne Bilderbücher sind ihre einzigen Spielsachen – und das, obwohl ihre Eltern in einer Spielzeugfabrik arbeiten. Doch zu klauen haben sie nur einmal gewagt, zum Kaufen fehlt ihnen das Geld, und geschenkt bekommt in Yunhe niemand etwas…

Bernhard Bartsch | 19. Dezember 2009 um 17:22 Uhr

 

Bekenntnisse eines Klimatrampels

Korrespondenten gehören zu den schlimmsten Klimasündern des Planeten. Versuch einer Selbstverteidigung.

Werden vor dem Jüngsten Gericht auch Klimasünden bestraft? Dann sähe es mit meiner Erlösung schlecht aus. Ich bin Korrespondent, und Korrespondenten haben das, was man heutzutage gemeinhin als „großen Kohlenstofffußabdruck“ bezeichnet. Man könnte auch Klimatrampel sagen…

Bernhard Bartsch | 04. Dezember 2009 um 10:41 Uhr