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November, 2009 | Bernhard Bartsch

Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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Die Armut der anderen

Reisbauernhüte sind ein fester Bestandteil des westlichen Chinabilds. Dabei verraten sie mehr über uns als über die Chinesen.

In der Abflughalle des Pekinger Flughafens sehe ich häufig ausländische Touristen, die runde, spitze Bambushüte tragen. Die klassische Kopfbedeckung der Reisbauern gehört zu den beliebtesten Chinasouvenirs, und da die sperrigen Dinger in keinen Koffer passen, bleibt den Reisenden meist nichts anderes übrig, als sie aufzusetzen…

Bernhard Bartsch | 26. November 2009 um 18:01 Uhr

 

Haft für chinesische Untergrundchristen

Chinas Regierung erhöht den Druck auf Gemeinden außerhalb der Staatskirche. Christen müssen wegen „Unruhestiftung“ ins Gefängnis.

Es ist eine unfrohe Botschaft, die Chinas Kommunistische Partei den chinesischen Christen zu Beginn der Weihnachtszeit verkündet: Wer seinen Glauben außerhalb der streng überwachten Staatskirche praktizieren will, muss künftig mit noch schärferen Strafen rechnen als bisher. Fünf führende Mitglieder einer protestantischen Untergrundkirche im nordchinesischen Linfen wurden zu bis zu sieben Jahren Haft verurteilt…

Bernhard Bartsch | 26. November 2009 um 17:57 Uhr

 

Sichere Siege im 1+2+1-System

Sitzen die Hintermänner des Fußball-Wettskandals in China? Das ist noch nicht bewiesen, aber eine gute Wette ist es allemal.

Fußball ist für Zhang Jie ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten. Genauso wie Basketball, Eishockey oder die Dutzenden anderen Sportarten, mit denen er täglich zu tun hat. Für viele Disziplinen kennt er nicht einmal die Regeln, und sie interessieren ihn auch nicht. Zhangs Welt sind die Zahlen, die sein Computer generiert: Wie wahrscheinlich ist es, dass Bayern München am kommenden Sonntag gegen Hannover 96 gewinnt? Oder dass die Bayern den ersten Freistoß erhalten? Oder die erste gelbe Karte? Oder beides?…

Bernhard Bartsch | 25. November 2009 um 05:15 Uhr

 

Hinrichtungen im Babymilchskandal

Chinas oberstes Gericht lässt Todesstrafe für Hauptverantwortliche vollstrecken.

Sie waren verantwortlich für den Tod von sechs Kleinkindern, die Erkrankung von 300.000 weiteren und einen katastrophalen Gesichtsverlust der chinesischen Regierung unmittelbar nach den Olympischen Spielen: Zwei Hauptbeschuldigte im Skandal um vergiftetes Babymilchpulver, der vor einem Jahr die Volksrepublik erschütterte, sind am Dienstag hingerichtet worden…

Bernhard Bartsch | 24. November 2009 um 22:06 Uhr

 

Gekühlte Geldströme

Asiens Regierungen wollen mit Kapitalverkehrskontrollen den Zufluss von „hot money“ eindämmen. Denn die wirtschaftliche Erholung gibt auch neuen Blasen Nahrung.

Geld ist nicht gleich Geld – schon gar nicht nach der großen Kapitalvernichtung der Finanzkrise. Denn mit der Stabilisierung der Weltwirtschaft geht auch die Entstehung von sogenanntem „hot money“ einher, hochspekulativen Anlagen, die derzeit unter anderem mit Wetten auf staatliche Konjunkturbemühungen hohe Gewinne erzielen und so neuen Blasen Nahrung geben…

Bernhard Bartsch | 23. November 2009 um 02:03 Uhr

 

Der Yuan-Streit geht weiter

Im Yuan-Konflikt ist keine Lösung in Sicht. Dabei bedroht Währungsmanipulation die weltwirtschaftliche Stabilisierung ebenso wie Protektionismus.

Die Weltwirtschaft sucht nach einer neuen Balance – doch im Streit über eines der größten globalen Ungleichgewichte ist keine Lösung in Sicht: Der Konflikt um den Wechselkurs des chinesischen Yuan bleibt auch nach dem chinesisch-amerikanischen Gipfeltreffen in Peking ein wirtschaftspolitischer Grabenkampf…

Bernhard Bartsch | 18. November 2009 um 00:47 Uhr

 

Versteinerte Mienen

Barack Obama ist auch in China ein Star. Doch nennenswerte Fortschritte für das komplizierte amerikanisch-chinesische Verhältnis erzielt sein Antrittsbesuch nicht.

Gesichtsausdrücke sind ungenaue Indizien, um Aussagen über diplomatische Beziehungen zu machen. Doch mehr als Mienenspiel stand den Journalisten in Pekings Großer Halle des Volkes am Dienstag nicht zur Verfügung, um auf den wahren Verlauf der Gespräche zwischen US-Präsident Barack Obama und Chinas Staatschef Hu Jintao zu schließen…

Bernhard Bartsch | 17. November 2009 um 22:41 Uhr

 

Neue Tonart, altes Lied

Barack Obama will in Peking das Vertrauen in die USA wiederherstellen. Dabei versucht China selbst, sich als Leitmacht zu etablieren.

„Gehe kein Bündnis ein, solange du nicht die Motive deines Nachbarn kennst“, schrieb vor 2500 Jahren der chinesische Stratege Sunzi in seiner „Kunst des Krieges“. Wie viele Lehrsätze des berühmten Militärphilosophen ist auch dieser gleichermaßen banal wie genial. Wer wäre so verrückt, sich mit einem undurchschaubaren Partner zu verbünden, mag man fragen – nur um dann zu erkennen, dass derartige Allianzen die normalste Sache der Welt sind…

Bernhard Bartsch | 17. November 2009 um 10:58 Uhr

 

Demokratie für Anfänger

Barack Obama greift vor Shanghaier Studenten Pekings Zensurpolitik an und entwirft ein Amerikabild, das China als Vorbild dienen kann, ohne es zu bevormunden.

Manchmal möchte Barack Obama gerne Presse und Internet zensieren. Das hat er selbst gesagt und dann verschmitzt gelacht – wohl aus Vorfreude auf den damit zurechtgelegten rhetorischen Elfmeter, den er im nächsten Moment im Tor der chinesischen Regierung versenken würde…

Bernhard Bartsch | 17. November 2009 um 04:14 Uhr

 

Ein Land, zwei Systeme

In China liegen Klimaschutz und -sünden dicht beieinander, aber das Land arbeitet energisch am ökologischen Umbau.

Das nennt man eine verspargelte Landschaft: In der Geröllwüste der westchinesischen Provinz Xinjiang, außerhalb der Hauptstadt Urumqi, stehen über 200 Windmühlen in Reih und Glied und drehen sich im scharfen Wind. Ihre Zahl steigt ständig, denn Urumqis Energiebedarf wächst mit zweistelligen Prozentzahlen; außerdem legt die Provinzregierung Wert auf das ökologische Prädikat, den größten Windpark Chinas zu betreiben. Doch Nachhaltigkeitsidylle existiert nur auf Prospektbildern – in der Wirklichkeit ziehen schmutzigschwarze Rußwolken durch den weißen Turbinenwald…

Bernhard Bartsch | 16. November 2009 um 04:36 Uhr

 

Der Halbbruder aus Shenzhen

Bei seinem Staatsbesuch in China trifft der US-Präsident auch einen Verwandten.

Eigentlich hatte Mark Ndesandjo mit dem Namen Obama abgeschlossen. Schon in seiner Jugend legte er ihn ab, um nie mehr an seinen Vater erinnert zu werden, der ihn und seine Mutter über Jahre misshandelt hatte. Mit dem Namen seines Stiefvaters, Ndesandjo, konnte er sich besser identifizieren. Doch dann wurde sein Halbbruder Präsident der Vereinigten Staaten, und nun trägt er den Namen des gemeinsamen Vaters doch wieder, voller Stolz: Mark Obama Ndesandjo…

Bernhard Bartsch | 15. November 2009 um 18:08 Uhr

 

Wachstumsmotor Asien

Die asiatischen Länder haben als erste die Wirtschaftskrise hinter sich gelassen und wollen sich nun durch neue Bündnisse aus der Abhängigkeit vom Westen lösen.

Apec-Gipfel sind berühmt für ihre Abschlussbilder, auf denen sich die Regierungschefs der 21 Asien-Pazifikstaaten als Zeichen ihrer Gemeinsamkeiten in lokalen Trachten des Gastgeberlandes fotografieren lassen. Dieses Wochenende werden US-Präsident Barack Obama, Chinas Staatspräsident Hu Jintao und Co. in Singapur in klassischem asiatischen Chic vor die Kameras treten – und damit ein Symbol für den Zustand der Welt am Ende des Krisenjahres 2009 setzen…

Bernhard Bartsch | 14. November 2009 um 18:04 Uhr

 

Nächste Ausfahrt China

Die Krise beschleunigt die Verlagerung westlicher Fabriken nach China.

Gute Nachrichten haben in der Wirtschaftswelt derzeit meistens etwas mit China zu tun. Zum Beispiel bei BMW: Nicht nur konnten die Münchner ihren Absatz im neuerdings weltgrößten Automarkt seit Jahresbeginn um 36,7 Prozent steigern. Zudem erklärte das Unternehmen gestern, mit seinem chinesischen Partner Brilliance Automotive für 560 Millionen Euro ein zweites Werk bauen zu wollen…

Bernhard Bartsch | 13. November 2009 um 10:54 Uhr

 

Pünktliche Provokation

Vor dem Südkorea-Besuch von US-Präsident Obama provoziert Pjöngjang ein Seegefecht im Gelben Meer.

Kim Jong-il gilt als Mann mit diplomatischem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom – und pünktlich zur Asienreise von US-Präsident Barack Obama, die auch nach Südkorea führen wird, steht Nordkoreas Diktator nun wieder im Mittelpunkt. Schiffe der nord- und südkoreanischen Marine lieferten sich im Gelben Meer einen Schusswechsel, wobei das direkte Feuer offenbar Kims Soldaten eröffneten…

Bernhard Bartsch | 10. November 2009 um 22:11 Uhr

 

Die Netzmächtigen

Asiens Bloggerszene diskutiert in Hongkong über Strategien gegen Autokraten.

Thet Htoo sieht nicht aus wie ein Mann mit Macht. Er ist Ende zwanzig, Computerfreak mit langen Haaren und verwaschenen Jeans, der lieber auf den Bildschirm seines Notebooks schaut als seinem Gegenüber in die Augen. Doch mehr als einen Rechner braucht es nicht, um mächtig zu sein. Thet Htoo ist Mitbegründer der Bloggervereinigung Burmas – und damit für Ranguns Militärherrscher ein gefährliches Element…

Bernhard Bartsch | 08. November 2009 um 10:09 Uhr