RSS Home | Archiv | ImpressumKontakt

Ein Leben für die Demokratie

Südkoreas ehemaliger Präsident Kim Dae-jung war eine Ikone der asiatischen Demokratiebewegung. Nun ist der Friedensnobelpreisträger gestorben.

Er kämpfte ein Leben lang für die Demokratie – und musste am Ende damit leben, dass ausgerechnet die Demokratie ihm seinen größten Erfolg verdarb: Der ehemalige südkoreanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Kim Dae-jung ist am Dienstag in Seoul im Alter von 83 Jahren gestorben. Kim, der das Land von 1998 bis 2003 regierte, war zuvor jahrzehntelang eine Galionsfigur im Kampf gegen Südkoreas Militärdiktatur gewesen…

Bernhard Bartsch | 18. August 2009 um 02:48 Uhr

 

Die Sonnenscheinwitwe

Hyundai-Chefin Hyun Jeong-eun ringt Nordkorea Öffnungssignale ab.

Kim Jong Il ist in Besucherlaune. Erst ließ sich Nordkoreas Diktator vor zwei Wochen Bill Clinton kommen, um zwei amerikanische Geiseln gegen einen öffentlichkeitswirksamen Fototermin zu tauschen. Nun traf er sich am Sonntag mit Hyun Jeong-Eun, der Chefin des südkoreanischen Hyundai-Konzerns. Die Begegnung mit der 54-jährigen Geschäftsfrau steht der Visite mit dem ehemaligen US-Präsidenten an Brisanz in nichts nach: Immerhin verdankt Kim Hyuns Familie hunderte Millionen Dollar – und sie ihm den Selbstmord ihres Mannes…

Bernhard Bartsch | 18. August 2009 um 02:23 Uhr

 

Der Ritterschlag

Der Künstler Ai Weiwei entlarvt mit klugen Aktionen den chinesischen Unrechtsstaat. Nun wurde er erstmals selbst von einem Polizisten geschlagen.

Ai Weiwei sieht nicht aus wie jemand, mit dem man sich auf eine Prügelei einlassen will. Man traut dem 52-Jährigen beinahe zu, dass er die tonnenschweren Skulpturen, auf denen sein Ruf als einer der bedeutendsten chinesischen Gegenwartskünstler beruht, ganz alleine stemmen kann. Aber dann diese Augen!…

Bernhard Bartsch | 17. August 2009 um 02:27 Uhr

 

Globales Mobbing

China trifft keine Schuld, wenn in Europa die Benzinpreise steigen. Aber für ihr schlechtes Image ist die Volksrepublik trotzdem mitverantwortlich.

Rohstoffe sind die Achillesferse der chinesischen Wirtschaft. Ähnlich wie Deutschland muss auch das dicht besiedelte 1,3-Milliarden-Menschen-Land einen Großteil seiner Ressourcen importieren, darunter Erdöl und Gas, Erze und auch Lebensmittel. Das hat globale Auswirkungen…

Bernhard Bartsch | 14. August 2009 um 02:36 Uhr

 

China kämpft um Rohstoffe

Chinesische Unternehmen planen Großinvestitionen auf dem australischen Rohstoffmarkt – trotz der andauernden Staatsaffäre um Rio Tinto.

Die chinesisch-australische Rohstoffschlacht geht in die nächste Runde: Trotz des andauernden Spionagekonflikts um den australischen Minenkonzern Rio Tinto planen derzeit zwei chinesische Unternehmen Großinvestitionen auf dem roten Kontinent.

Bernhard Bartsch | 14. August 2009 um 02:32 Uhr

 

Chinas Geld soll teurer werden

Chinas Wirtschaft wächst wieder – dank hoher Staatsausgaben. Doch nun ist über das weitere Vorgehen ein Richtungsstreit ausgebrochen.

Peking. Chinas Kampf gegen die Finanzkrise gilt als Erfolgsmodell: Dank gewaltiger Staatsausgaben scheint sich die Volksrepublik als erstes großes Land wieder auf Wachstumskurs zu befinden. Doch über das weitere Vorgehen ist nun ein Richtungsstreit ausgebrochen: Soll die Regierung ihre Unternehmen weiterhin mit billigem Geld unterstützen oder ist es nun an der Zeit, die Kreditschraube wieder anzuziehen?…

Bernhard Bartsch | 11. August 2009 um 01:36 Uhr

 

Kalte Kameraden

China rätselt über ein Internetdokument, das den Führungsanspruch der Kommunisten anzweifelt. Wer kann sowas wagen.

Hüte dich vor Greisen, besagt eine alte Despotenweisheit, denn sie haben nichts mehr zu verlieren. Auch Chinas Kommunistische Partei beherzigt diesen Vorsatz und hält ihre Veteranen mit viel Lob und strengem Tadel im Glied. Aber hin und wieder juckt es dennoch einen der Genossen, auf die alten Tage zu sagen, was er ein Leben lang eigentlich nicht einmal denken durfte: dass es nicht das gleiche ist, an der Macht zu sein und im Recht…

Bernhard Bartsch | 10. August 2009 um 22:55 Uhr

 

Eine Welt, eine Träumerei

Vor einem Jahr begannen in Peking die Olympischen Spiele. Während Chinas Regierung den Mythos am Leben zu erhalten versucht, wollen ihre Kritiker ihn zerstören.

HuanhuanRekorde sind zum Brechen da. Ein Jahr nach den Olympischen Spielen von Peking, dem größten Sportfest aller Zeiten, strebt Chinas Regierung nach dem nächsten athletischen Superlativ: Auf die Riesenshow des Spitzensports soll die weltweit größte Breitensportbewegung folgen. Der 8. August, das Jubiläum der Olympiaeröffnung, soll in der Volksrepublik künftig als „Nationaler Fitnesstag“ an die Spiele erinnern – und der Kommunistischen Partei ermöglichen, den Olympiamythos weiter zu instrumentalisieren. Pekings Kritiker wollen den Tag dagegen nutzen, um der Welt in Gedächtnis zu rufen, dass viele Hoffnungen – etwa Fortschritte in Sachen Menschenrechte, Demokratie oder Pressefreiheit – enttäuscht wurden…

Bernhard Bartsch | 08. August 2009 um 00:08 Uhr

 

Tödlicher Gruß vom Murmeltier

In China ist die Lungenpest ausgebrochen. Der tödliche Erreger ist in manchen Regionen bei Nagetieren verbreitet und springt immer wieder auf Menschen über.

MurmeltierEs ist die gefährlichste Form des Pest-Erregers: In der Ortschaft Ziketan in Nordwestchina sind seit vergangener Woche drei Männer an der Lungenpest gestorben. Mindestens neun weitere Menschen sind infiziert, einer ist in kritischem Zustand. Seit Samstag haben die chinesischen Behörden die Kleinstadt und ihre 10.000 Einwohner im Radius von 28 Kilometer abgesperrt. Da Ziketan in einer dünn besiedelten, meist von tibetischen Hirten bewohnten Berggegend in der Provinz Qinghai liegt, sei eine weitere Ausbreitung unwahrscheinlich…

Bernhard Bartsch | 06. August 2009 um 16:33 Uhr

 

Kims Coup

Machtdemonstration oder Vertrauensbildung – nach Bill Clintons Nordkoreareise versuchen Experten die politischen Signale der Geiselfreilassung zu deuten.

Es war der Tag der Bilder – in den USA ebenso wie in Nordkorea. Am Mittwochmorgen, pünktlich zu den amerikanischen Frühnachrichten, schlossen die US-Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee auf dem Flughafen von Los Angeles vor laufenden Kameras ihre Familien wieder in die Arme – nach viereinhalb Monaten in nordkoreanischer Haft…

Bernhard Bartsch | 05. August 2009 um 23:46 Uhr

 

Des Wahnsinns fette Beute

Bill Clinton will in Nordkorea die Freilassung von zwei US-Journalistinnen erreichen. Für Kim Jong-il ist der Besuch ein gewaltiger Propagandacoup.

Der Nordkoreakonflikt nimmt eine unerwartete Wendung: Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton reiste am Dienstag überraschend nach Pjöngjang, offenbar um die Freilassung von zwei inhaftierten US-Journalistinnen zu erreichen. Welche weiteren Verhandlungsaufträge ihm seine Frau, Außenministerin Hillary Clinton, mitgegeben haben könnte, ist in Diplomatenkreisen derzeit Thema heißer Spekulationen…

Bernhard Bartsch | 04. August 2009 um 17:16 Uhr

 

Mit dem Tod auf Stimmenfang

Die Hinrichtung dreier Mörder hat in Japan eine Debatte über die Todesstrafe ausgelöst. Regierung und Opposition prüfen, ob sich damit Wahlkampf machen lässt.

In japanischen Hinrichtungstrakten kommt der Tod schnell und plötzlich. Genau 60 Minuten vor ihrer Exekution werden Insassen darüber informiert, dass ihr letztes Stündchen geschlagen hat. Eine Henkersmalzeit lässt der Sterbecountdown ebensowenig zu wie einen Abschied von den Angehörigen, die erst benachrichtigt werden, wenn sich die Falltür unter dem Galgen längst geöffnet hat…

Bernhard Bartsch | 02. August 2009 um 06:58 Uhr

 

Bildungsplan für Kader

Chinas Beamte sollen sich fortbilden und lernen, die Kommunistische Partei vor Imageschäden zu bewahren.

Image ist alles in der Politik. Das wissen auch Chinas Kommunisten. Zwar muss die Partei sich keinen Wahlen stellen, doch wer ohne Legitimation über 1,3 Milliarden Menschen herrscht, muss seinen Ruf gut pflegen, um nicht wie die sozialistischen Brüder Osteuropas zu enden. Deshalb hat die Parteispitze beschlossen, ihre 73 Millionen Mitglieder zu schulen, damit sie den Staatsapparat besser ins rechte Licht zu rücken lernen…

Bernhard Bartsch | 01. August 2009 um 04:13 Uhr