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März, 2009 | Bernhard Bartsch

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Ungleiche Nachbarn

Japan rutscht tiefer in die Rezession, während China erste Anzeichen einer Wende sieht.

Die Wirtschaftsmächte Ostasiens senden in der Krise unterschiedliche Konjunktursignale. Japan, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, versinkt immer tiefer in der Rezession. China, die Nummer drei der globalen Wirtschaftsrangliste und damit knapp vor Deutschland, sieht dagegen Anzeichen für ein Ende des Abschwungs und mutet sich sogar schon eine Erhöhung der Benzinpreise zu…

Bernhard Bartsch | 26. März 2009 um 03:03 Uhr

 

China bläst zum Angriff auf den Dollar

Peking fordert globale Leitwährung unter IWF-Aufsicht – und hebt damit einen Kernvorschlag des Uno-Reformkonzepts auf die G20-Agenda.

Bisher bemühte sich China bei internationalen Gipfeltreffen um die Rolle der stillen, freundlichen Riesen, doch kurz vor der Londoner Krisenrunde Anfang April zeigt die Volksrepublik, dass sie nicht nur groß, sondern auch stark ist. Mitten in den letzten Vorbereitungen der G20-Regierungschefs bläst Peking zum Angriff auf den US-Dollar. In einem Essay forderte Zentralbankchef Zhou Xiaochuan, die Weltwirtschaft dürfe nicht länger an der amerikanischen Währung hängen und plädierte stattdessen für die Einführung einer globalen Leitwährung unter Aufsicht des Internationalen Währungsfonds (IWF)…

Bernhard Bartsch | 25. März 2009 um 02:58 Uhr

 

„China schafft Werte für die Zukunft“

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz über einen asiatischen Weg aus der Kreditklemme, eine neue globale Reservewährung, Deutschland als Vorbild und den Spaß an der Jahrhundertkrise.

Joseph StiglitzHand aufs Herz, Professor Stiglitz: Genießen Sie die Krise?

(Stiglitz lacht laut und lange)…

Für einen Ökonomen ist eine Jahrhundertrezession doch ein Ereignis, das man in seinem Leben einmal mitbekommen möchte.

In gewisser Weise haben Sie schon Recht, intellektuell ist das sehr spannend. Ärzte wollen schließlich auch besondere Krankheiten zu Gesicht bekommen – nicht weil sie sich freuen, dass es Patienten schlecht geht, sondern weil man daran Theorien überprüfen kann…

Bernhard Bartsch | 23. März 2009 um 02:10 Uhr

 

Tibetische Mönche stürmen Polizeistation

Chinas Sicherheitskräfte verhaften 95 Tibeter und rüsten sich vor dem neuen Gedenktag zur „Befreiung von der Leibeigenschaft“ für weitere Proteste.

In China haben sich Mönche und Sicherheitskräfte erneut gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert. In Golog, einem Landkreis in der großteils von Tibetern bewohnten Provinz Qinghai im Nordwesten des Landes, stürmten am Samstag hunderte Menschen eine Polizeistation, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet…

Bernhard Bartsch | 23. März 2009 um 01:55 Uhr

 

Nordkorea hält US-Journalistinnen fest

Fernsehreporterinnen sollen am nordkoreanisch-chinesischen Grenzfluss gefilmt haben. Ihre Verhaftung könnte ein langes diplomatisches Armdrücken auslösen.

Nordkorea und den USA droht der nächste Konflikt: Grenzposten des abgeschotteten Landes sollen Anfang der Woche zwei amerikanische Journalistinnen festgenommen haben. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur. Südkoreanischen Medienberichten zufolge sollen die Fernsehreporterinnen des kalifornischen Nachrichtennetzwerks Current TV an einem chinesisch-nordkoreanischen Grenzfluss gefilmt haben…

Bernhard Bartsch | 20. März 2009 um 05:32 Uhr

 

Pizza Pjöngjang

In Nordkorea hat erstmals eine Pizzeria eröffnet. Sie dürfte vor allem die kulinarischen Gelüste von Diktator Kim Jong-il befriedigen.

Kein Land verweigert sich der Globalisierung konsequenter als Nordkorea, doch nun ist ein Hauch weite Welt durch den Panzer des interkommunistischen Staates geweht: In Pjöngjang hat erstmals eine Pizzeria eröffnet. Das Lokal soll auf Anweisung der obersten Führung eröffnet worden sein, die den kulinarischen Fortschritt als Geschenk an ihr Volk verstanden wissen möchte. Diktator Kim Jong-il persönlich habe sich entschlossen, den Nordkoreanern „Zugang zu den berühmten Gerichten dieser Erde zu erlauben“…

Bernhard Bartsch | 17. März 2009 um 05:27 Uhr

 

China bangt und hofft

Gemischte Wirtschaftssignale aus China: Handel bricht dramatisch ein, doch Pekings Konjunkturpaket zeigt allmählich Wirkung.

Schweißer in einer chinesischen FabrikChinas Wirtschaft schwankt zwischen Krisenstimmung und der Hoffnung auf baldige Erholung. Bei den jüngsten Konjunkturdaten mischen sich bedrückende und ermunternde Signale. Einerseits ist der Handel der nach Berechnungen Pekings drittgrößten Volkswirtschaft im Februar dramatisch eingebrochen, andererseits scheinen steigende Investitionen darauf hinzuweisen, dass Pekings Konjunkturpaket allmählich Wirkung entfaltet…

Bernhard Bartsch | 12. März 2009 um 02:34 Uhr

 

Dalai Lama: Tibeter leben in der Hölle

Zum 50. Jubiläum des Lhasaaufstands wirft der Dalai Lama China vor, den Tibetern das Leben zur „Hölle auf Erden“ gemacht zu haben. Peking bezeichnet das als „Lüge“.

50 Jahre nach dem Aufstand zehntausender Tibeter gegen die chinesische Obrigkeit haben der Dalai Lama und Chinas Regierung einander schwere Vorwürfe gemacht. Das buddhistische Religionsoberhaupt hielt Peking in einer ungewöhnlich scharfen Worten vor, das Leben der Tibeter zur „Hölle auf Erden“ gemacht zu haben…

Bernhard Bartsch | 11. März 2009 um 00:59 Uhr

 

China provoziert US-Marine – oder umgekehrt?

Peking und Washington streiten über Marinekonfrontation auf hoher See. Der Konflikt ist ein Testfall für die Beziehung der Großmächte.

Ein Zwischenfall im Südchinesischen Meer hat zu einem scharfen diplomatischen Schlagabtausch zwischen Peking und Washington geführt. Nachdem sich am Sonntag fünf chinesische Schiffe bis auf acht Meter einem Aufklärer der US-Marine näherten, warfen beide Seiten sich gegenseitig militärische Provokationen vor….

Bernhard Bartsch | 11. März 2009 um 00:55 Uhr

 

Japan ist vorerst keine Exportnation mehr

Handelsbilanz im Januar erstmals seit 13 Jahren negativ. Nikkei fällt auf 26-Jahres-Tief.

Die Finanzkrise hat Japans Handelsbilanz das Vorzeichen umgekehrt: Die große Exportnation ist seit Anfang des Jahres ein Nettoimporteur. Aufgrund der dramatisch gefallenen Nachfrage nach „Made in Japan“ lag der Wert der Einfuhren im Januar erstmals seit 13 Jahren über dem der Ausfuhren…

Bernhard Bartsch | 10. März 2009 um 01:31 Uhr

 

Will Kim kämpfen?

Nordkorea versetzt Streitkräfte in volle Gefechtsbereitschaft und deutet Satellitenstart während US-südkoreanischem Manöver an.

Nordkorea hat am Montag die Kommunikation mit Südkorea vollständig abgebrochen und seine Streitkräfte in volle Kampfbereitschaft versetzt. Damit reagierte Pjöngjang auf den Beginn eines zwölftägigen Gemeinschaftsmanövers US-amerikanischer und südkoreanischer Truppen. An der jährlichen Militärübung nehmen diesmal 26 000 US-Soldaten und 30 000 Südkoreaner teil. In den vergangenen Jahren war Nordkoreas Protest diplomatischer ausgefallen…

Bernhard Bartsch | 10. März 2009 um 01:27 Uhr

 

Endspiel in Tibet

Am 10. März 1959 erhob sich Tibet gegen die chinesischen Besatzer. 50 Jahre später ist die kulturelle Eigenständigkeit der Einheimischen mehr denn je bedroht.

TibetDas kleine Wäldchen auf der Bergkuppe sieht nicht nach einem Schlachtfeld aus. „Aber manchmal haben wir hier richtige Gefechte“, erzählt ein Bauer aus dem Dorf im Tal, in dem seine Familie dem widerspenstigen Hochland mit Yak- und Schafzucht seit Generationen ein karges Auskommen abringt. „Wenn einer von uns Tibetern zum Holzschlagen geht, greifen die Muslime ihn an“, erklärt er, „und wenn einer von denen Bäume fällt, lassen wir uns das natürlich nicht gefallen.“

Bernhard Bartsch | 09. März 2009 um 06:13 Uhr

 

Die Vorarbeiterin der Herzen

Eine Wanderarbeiterin soll als Volkskongress-Abgeordnete beweisen, dass Chinas Führung auf die Stimmen der Schwachen hört.

«Xiaoyan, komm her», ruft die Pressekoordinatorin und zerstört mit ihrem militärischen Ton sogleich den schönen Schein, den aufzubauen eigentlich ihre Aufgabe sein sollte: den Schein, Hu Xiaoyan habe etwas zu sagen. Schließlich ist die junge Frau in dem grauen Kostüm, die sogleich dienstbeflissen durch die Hotelhalle herbeieilt, Mitglied im Nationalen Volkskongress…

Bernhard Bartsch | 08. März 2009 um 14:45 Uhr

 

Wahlkampf auf nordkoreanisch

Am Sonntag ruft Nordkoreas Diktator Kim Jong-il sein Volk an die Urnen. Ein spannender Wahlabend steht allerdings nicht bevor.

Diktatur ist ein hässliches Wort, selbst in den Ohren von Kim Jong-il. Deswegen lässt sich Nordkoreas Tyrann sich seinen Regierungsauftrag alle fünf Jahre bestätigen, per Stimmzettel, wie es sich gehört. Am kommenden Sonntag ist es wieder so weit: 687 Bewerber stehen für ebenso viele Parlamentssitze in der Obersten Volksversammlung zur Abstimmung, darunter in Wahlkreis 333 auch der Geliebte Führer persönlich…

Bernhard Bartsch | 07. März 2009 um 03:06 Uhr

 

Pragmatische Diktatur

Andere palavern, wir handeln, sagt Peking. Chinas Zentralstaat sei effektiver als westliche Demokratien. So versucht die KP, aus der Krise Kapital zu schlagen.

Die Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses ist traditionell großes Theater, eine multimediale Inszenierung, die den Anschein erwecken soll, das chinesische Volk kontrolliere die Regierung, nicht umgekehrt. Dramaturgisch erinnert der Auftritt des Kulissenparlaments unverändert an die Zeiten, als der Sozialismus noch die Zukunft war. Doch das Hauptprogramm findet schon lange nicht mehr im rot beflaggten Plenarsaal der Großen Halle des Volkes statt…

Bernhard Bartsch | 06. März 2009 um 01:44 Uhr