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Januar, 2009 | Bernhard Bartsch

Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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Liebesgrüße aus Pjöngjang

Nordkorea kündigt alle Abkommen mit dem Süden. Dort spekuliert man, Diktator Kim Jong-il suche die Aufmerksamkeit des neuen US-Präsidenten.

Nordkorea heizt den schwelenden Konflikt mit Südkorea weiter an. Das Regime von Diktator Kim Jong-il kündigte am Freitag sämtliche Abkommen mit dem Süden auf. In einer von Pjöngjangs offizieller Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung warf das „Komitee für eine friedliche Wiedervereinigung Koreas“ der Regierung in Seoul vor, die „innerkoreanischen Beziehungen an den Rand eines Krieges gedrängt“ zu haben…

Bernhard Bartsch | 31. Januar 2009 um 03:02 Uhr

 

China auf die Grundrechte verpflichten

Chinas Politik des Strafens und Belohnens ist in erster Linie symbolischer Natur. Die tatsächlichen Auswirkungen sind gering. Die Menschenrechtsaktivisten in China brauchen westliche Unterstützung, denn zu Hause sind sie in ihrem Kampf meist allein.

China macht es dem Westen nicht leicht: Einerseits ist das Land ein zunehmend wichtiger Partner. Andererseits widerspricht Chinas autoritäre Staatsform demokratischen Werten, die Menschenrechtsverletzungen und die rücksichtslose Behandlung der Tibeter sind aus europäischer Sicht unbegreiflich…

Bernhard Bartsch | 31. Januar 2009 um 02:01 Uhr

 

Besuch eines Handlungsreisenden

Chinas Premier Wen Jiabao kam mit einer großen Wirtschaftsdelegation nach Deutschland. Seine Botschaft: Chinaengagement ist Krisenbewältigung.

Wie in den alten Zeiten: Chinas Premier Wen Jiabao machte auf seiner Europareise am Donnerstag in Berlin Halt und hatte mehr als hundert chinesische Topmanager dabei. Das erinnerte an Visiten der späten 90er Jahre, als Chinas Politiker als Handlungsreisende verkehrten und mit westlichen Amtskollegen ausgiebige Unterschriftenzeremonien absolvierten…

Bernhard Bartsch | 30. Januar 2009 um 02:08 Uhr

 

Auf Augenhöhe

Chinas Regierung glaubt, dass das Land in der Krise seine Position in der Welt stärken kann. Entsprechend selbstbewusst tritt sie auf.

Wenn Chinas Premier Wen Jiabao in dieser Woche mit einer hochrangigen Minister- und Unternehmerdelegation Europa besucht, und unter anderem auch nach Berlin kommt, dann ist das so, als würde die deutsche Kanzlerin über Weihnachten mit einem Tross von Kabinettsmitgliedern und Dax-Vorständen nach Asien reisen…

Bernhard Bartsch | 27. Januar 2009 um 03:39 Uhr

 

Böllern und blocken

In China hat das Jahr des Ochsen begonnen. Eine Internetsendung, die dem staatlichen Unterhaltungsprogramm die Show stehlen wollte, wurde im letzten Moment zensiert.

Mit einem gewaltigen Verbrauch an Feuerwerk hat in China in der Nacht zum Montag das Jahr des Ochsen begonnen. Das Staatsfernsehen CCTV zeigte am Sonntagabend wieder die traditionelle Neujahrsgala, bei der alle großen Stars der chinesischen Showbranche auftreten. Eine privat organisierte Alternativgala, die im Internet ausgestrahlt werden sollte, wurde dagegen von den Zensoren blockiert.

Bernhard Bartsch | 27. Januar 2009 um 02:44 Uhr

 

Sind wir nicht alle ein bisschen Shanzhai?

Zum Frühlingsfest inszeniert Chinas Internetgemeinde eine Kopie der staatlichen Neujahrsgala. Ihre Stars sind Wanderarbeiter, Hochzeitsentertainer und Provinz-Hip-Hopper.

Stars_der_Shanzhai-Gala_(Copyright_Bernhard_Bartsch)Der Gesang ist schief, aber er kommt aus tiefstem Herzen. „Liebe Soldatenbrüder, ich weiß nicht, wo ihr seid?“ schmettert Han Zurong, „aber ich wünsche euch ein schönes Jahr.“ Der 29-Jährige hat das Lied selbst geschrieben und wenn er singt, geigt er vor seinem inneren Ohr ein ganzes Orchester mit. Dabei steht Han ganz allein zwischen Haufen schmutziger Bettlaken in der Wäschekammer eines Tagungshotels am Stadtrand von Peking…

Bernhard Bartsch | 23. Januar 2009 um 16:20 Uhr

 

Peking öffnet Taiwan die Tür zur WHO

Nach der Annäherung zwischen Peking und Taipeh nimmt Taiwan offizielle Verbindungen zur Weltgesundheitsorganisation auf.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals seit über drei Jahrzehnten offizielle Verbindungen mit Taiwan aufgenommen – ein deutliches Zeichen für die Verbesserungen der Beziehungen zwischen Peking und Taipeh. Taiwans Gesundheitsministerium teilte mit, die WHO habe ihm in einem Schreiben vom 13. Januar erlaubt, bei akuter Seuchengefahr direkten Kontakt aufzunehmen.

Bernhard Bartsch | 23. Januar 2009 um 14:51 Uhr

 

Kim Jong-il hat wieder Gäste

Nordkoreas Diktator empfängt chinesischen Beamten und zeigt sich in alter Unberechenbarkeit: Nach tagelangen Kriegsdrohungen spricht er nun wieder von Frieden.

Fünf Monate nach seinem angeblichen Schlaganfall hat Nordkoreas Diktator Kim Jong-il erstmals wieder einen ausländischen Gast getroffen. Am Freitag empfing er in Pjöngjang Wang Jiarui, Leiter der Auslandsabteilung der Kommunistischen Partei Chinas. Pekings amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, Wang habe Kim eine Neujahrsbotschaft von Präsident Hu Jintao überbracht.

Bernhard Bartsch | 23. Januar 2009 um 14:48 Uhr

 

Hart, aber nicht fair

Mit Todesurteilen im Milchprozess will Peking Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen. Doch dafür braucht es mehr als Showjustiz.

Chinas Justiz hat im Milchskandal harte Urteile gefällt. Zwei Männer sollen hingerichtet werden, weil sie fast ein Jahr lang verdünnte Milch mit der giftigen Industriechemiker vermischten, um die Eiweißtests der Qualitätsprüfer auszutricksen. Der Betrug fiel zwar bald auf, doch die Molkereiangestellten und Beamten stoppten ihn nicht. Ihr Schweigen ließen sie sich gut bezahlen und rechtfertigten es damit, dass sie kurz vor Olympia Chinas Image in der Welt hatten schützen wollen.

Bernhard Bartsch | 22. Januar 2009 um 17:27 Uhr

 

Todesurteile für Strippenzieher im Milchskandal

Molkereichefin erhält lebenslängliche Haftstrafe. Schadensersatzklagen von Opfern weisen die Gerichte weiterhin zurück.

Im chinesischen Milchskandal sollen zwei Hauptangeklagte hingerichtet werden. Der Volksgerichtshof im nordchinesischen Shijiazhuang verhängte am Donnerstag die Todesstrafe gegen Zhang Yujun, der zwischen Oktober 2007 und August 2008 über 600 Tonnen Pulver mit der Industriechemikalie Melamin an Milchgroßhändler verkauft hatte.

Bernhard Bartsch | 22. Januar 2009 um 17:22 Uhr

 

Prinz Toyoda wird König Toyota

Toyotas Gründerenkel Akio Toyoda rückt an die Spitze des weltgrößten Autokonzerns – ein ungemütlicher Posten

Beruf, Hobby und Familie sind für Akio Toyoda eins: Alles dreht sich um Autos – und überall strebt der 52-Jährige an die Spitze. Im Juni wird er dort ankommen. Dann soll Toyoda, der 2007 beim 24-Stunden-Rennen in einem von ihm selbst mitentwickelten Toyota Lexus vier Stunden lang über den Nürburgring raste, die Führung des Konzerns übernehmen, den sein Großvater vor 75 Jahren als Ableger der elterlichen Webstuhlfirma gründete und der bis heute in leicht abgewandelter Form den Namen der Familie trägt.

Bernhard Bartsch | 21. Januar 2009 um 17:32 Uhr

 

Chinas Ochsentour ins neue Jahr

250 Millionen Chinesen reisen zum traditionellen Neujahrsfest in ihre Heimat. Der Schwarzhandel mit Fahrkarten ist dabei ein Milliardengeschäft.

Das Jahr des Ochsen beginnt für Zhou Xiaofeng mit einer wahren Ochsentour. Sechs Stunden hat sie an diesem Morgen bei Minusgraden am Pekinger Hauptbahnhof angestanden, um ein Ticket in ihr Heimatdorf in der südchinesischen Provinz Zhejiang zu kaufen. Die Fahrt wird eine ganze Nacht dauern, und da Zhou im Zug eng eingezwängt stehen wird, will sie nicht nur ihrem dreijährigen Sohn, sondern auch sich selbst Windeln anlegen.

Bernhard Bartsch | 21. Januar 2009 um 17:13 Uhr

 

China zensiert Obamas Antrittsrede

Barack Obama hat schon mit seiner Antrittsrede die ersten Verstimmungen in Peking hervorgerufen.

„Erinnert euch daran, dass frühere Generationen den Faschismus und den Kommunismus nicht nur mit Raketen und Panzern besiegt haben, sondern mit festen Allianzen und anhaltenden Überzeugungen“, rief der frisch vereidigte Präsident in die Welt. Chinas Zensoren ließen den Satz in Übersetzungen für ihre Medien kurzerhand streichen.

Bernhard Bartsch | 21. Januar 2009 um 12:02 Uhr

 

China beschließt Anti-Dalai-Lama-Feiertag

Neue Propagandakampagne in Tibet: Peking erklärt die Flucht des Dalai Lama zum Feiertag der „Befreiung von der Sklaverei“.

Chinas Kommunistische Partei startet einen neuen Anlauf, um ihre Herrschaft in Tibet ideologisch zu zementieren: Der 28. März soll künftig als „Tag der Befreiung von der Sklaverei“ gefeiert werden. Der Gedenktag wurde am Montag von Tibets Volkskongress, dem sozialistischen Scheinparlament der nominell Autonomen Region, einstimmig beschlossen. Seine Einführung ist ein unverhohlener Angriff auf die Autorität des Dalai Lama, den viele Tibeter noch immer als Religionsoberhaupt verehren.

Bernhard Bartsch | 19. Januar 2009 um 17:36 Uhr

 

Mutter Melamin

Tian Wenhua, Ex-Chefin der chinesischen Skandal-Molkerei Sanlu, droht die Todesstrafe. Ein hartes Urteil soll Chinas Behördenversagen vergessen machen.

„Probleme soll man nicht mit ins neue Jahr mitnehmen“, empfiehlt ein chinesisches Sprichwort, das Chinas Regierung kurz vor dem traditionellen Frühlingsfest wieder einmal beherzigt. Noch rechtzeitig will Peking mit dem peinlichsten Skandal des vergangenen Jahres abschließen und das Urteil gegen die Hauptangeklagte im Fall um vergiftete Babymilch verkünden: Tian Wenhua, ehemalige Chefin des staatlichen Molkereikonzerns Sanlu, droht lebenslange Haft, womöglich sogar die Todesstrafe.

Bernhard Bartsch | 15. Januar 2009 um 17:56 Uhr