Bernhard Bartsch

TAGEBUCH EINES ASIENKORRESPONDENTEN

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Granatäpfel statt Kirschen

Wo Vertrautes vergeht, hat Sinnsuche Hochkonjunktur. Ein Pekinger Jungphilosoph versucht, seine orientierungslosen Landsleute mit den Lehren des Endzeitdenkers Konfuzius aufzufangen.

„Unsere Welt ist wie ein Granatapfelbaum, an dem Kirschen wachsen“, sagt Pang Fei und vergewissert sich mit einem raschen Blick, ob alle ihm folgen können. „Aber am Ende“, er macht eine Pause, „am Ende werden wir zu unseren Anfängen zurückkehren.“ Seine Zuhörer nicken, einige lächeln. Pang genießt die Stille, die seinem kleinen Vortrag folgt, und gießt seinen Gästen neues Wasser auf die Teeblätter in ihren Pappbechern…

Bernhard Bartsch | 01. Mai 2006 um 05:28 Uhr